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Freitag, 16. Oktober 2026

Skispringen

Stefan Kraft nennt Deadline: Spätestens nach Olympia 2030 ist Schluss

Der 33-jährige ÖSV-Adler Stefan Kraft will weiterspringen, solange es Spaß macht – setzt im Krone-Interview aber eine klare Grenze: Spätestens nach den Winterspielen 2030 ist Schluss.

3 Min. Lesezeit snowpost

Stefan Kraft
Foto: Granada / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Stefan Kraft hat das Ende seiner Laufbahn erstmals zeitlich eingegrenzt. Im Interview mit der Kronen Zeitung sagte der 33-jährige Salzburger: „Solange es mir Spaß macht, mache ich weiter.“ Und weiter: „Spätestens nach Olympia 2030 ist aber wirklich Schluss.“ Damit steht eine Obergrenze für eine der erfolgreichsten Karrieren im österreichischen Skispringen – ein offizieller Rücktrittsfahrplan ist das ausdrücklich nicht.

„Das Feuer brennt noch voll“

Von Amtsmüdigkeit ist bei Kraft nichts zu spüren. Auf die Frage, was ihn nach allen großen Titeln noch antreibt, antwortete er knapp: „Der nächste Sieg!“ Er wolle wieder ganz oben stehen. Selbst das Training liefert ihm offenbar genug Motivation: Wenn er in Bischofshofen im Training auf 148 Meter segle, sei das ein unglaubliches Gefühl, schilderte der ÖSV-Springer.

Sollte er weiterhin mit Herz und Leidenschaft bei der Sache sein, könne er sich gut vorstellen, noch vier Jahre dranzuhängen. Das Zieldatum ist damit klar umrissen: die Olympischen Winterspiele 2030 in den französischen Alpen. Bis dahin wäre Kraft 37 Jahre alt.

Von den Jungen gelernt

Bemerkenswert ist, wie offen Kraft über seine Arbeit im Sommer spricht. Er sei so viel gesprungen wie noch nie zuvor, erzählte er. Seine Anfahrtsposition sei inzwischen stabiler und tiefer – und dabei habe er sich bewusst etwas von den jüngeren Teamkollegen abgeschaut, die ihn nach eigener Aussage zusätzlich anspornen. Zudem testete er nach Angaben von skispringen.com neues Material, darunter Ski und Anzug.

Ganz ohne Wettkampfpraxis blieb der Sommer nicht: Beim Sommer-Grand-Prix in Courchevel landete Kraft laut Sport1 auf den Rängen neun und drei – ein Hinweis darauf, dass die Umstellungen erste Früchte tragen.

Die offene Rechnung mit Olympia

Der Blick auf 2030 kommt nicht von ungefähr. Kraft hat in seiner Laufbahn fast alles gewonnen, was das Skispringen zu bieten hat – nur eine olympische Einzelmedaille fehlt ihm nach drei Teilnahmen weiterhin. Sein einziges Olympia-Edelmetall ist Team-Gold von Peking 2022. Bei den Spielen in Mailand-Cortina im vergangenen Februar reichte es laut Sport1 nur zu Platz 27 auf der Normalschanze und Platz 36 auf der Großschanze – eine Enttäuschung für einen Athleten seines Formats.

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Dass Kraft die Deadline gerade jetzt öffentlich macht, dürfte auch Ruhe in die Diskussion um seine Zukunft bringen. Im ÖSV-Team ist er seit Jahren die Konstante, während eine junge Generation nachdrängt. Mit seiner Ansage nimmt er Spekulationen über ein abruptes Karriereende Wind aus den Segeln – und hält sich gleichzeitig die Tür offen, früher aufzuhören, falls Spaß oder Leistung nachlassen.

Lahti als Lieblingsort

Im Interview schwärmte Kraft auch von Lahti, das er zu seinen Lieblingsschanzen zählt. In Finnland hatte er 2017 seine größten Einzeltriumphe gefeiert, als er bei der Nordischen Ski-WM Gold auf der Normal- und der Großschanze gewann.

Der nächste Prüfstein für Krafts neue Anfahrtsposition ist der Weltcup-Winter 2026/27. Zuvor steht für die Skispringer noch das Finale des Sommer-Grand-Prix in Klingenthal auf dem Programm, das am 25. Oktober mit einem Mixed-Springen endet – auf einer Hybridschanze mit Eisspur im Anlauf und Matten im Aufsprung.

Athleten Stefan Kraft
Sportarten Skispringen

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