Author: snowpost

  • Penguins verlängern mit Koivunen: Acht Jahre für 32 Millionen Dollar

    Acht Jahre, 14 NHL-Punkte – und ein überzeugter General Manager

    Die Pittsburgh Penguins sorgten am Donnerstag für die lauteste Schlagzeile des stillen NHL-Augusts: Der 23-jährige finnische Stürmer Ville Koivunen erhält einen Achtjahresvertrag im Gesamtwert von 32 Millionen US-Dollar, also einem Jahresdurchschnitt von vier Millionen Dollar. Der Kontrakt läuft bis zur Saison 2033/34, deckt Koivunens gesamte Prime-Jahre bis zum 31. Lebensjahr ab und enthält keinerlei No-Trade-Klausel. Die Reaktion in der Hockeyöffentlichkeit war prompt und gespalten.

    Auslöser der Skepsis: Koivunen hat in seiner bisherigen NHL-Karriere gerade einmal 14 Punkte (2 Tore, 12 Vorlagen) in 47 Spielen über zwei Spielzeiten gesammelt. Für einen Spieler mit dieser NHL-Bilanz einen Achtjahresvertrag auszustellen, gilt als ungewöhnlicher Schritt — und mehrere Beobachter bezeichneten den Deal als einen der risikoreichsten der jüngeren NHL-Geschichte.

    Was die AHL-Zahlen erklären

    Wer die AHL-Statistiken hinzuzieht, findet eine deutlich positivere Geschichte. In der Saison 2025/26 erzielte Koivunen für die Wilkes-Barre/Scranton Penguins 41 Punkte (13 Tore, 28 Assists) in nur 34 Spielen, führte das Team bei den Vorlagen und wurde im Februar 2026 zum AHL-Spieler des Monats gewählt. In den Playoffs steuerte er neun Punkte in 15 Partien bei, als WBS bis in die Conference Finals vordrang.

    Vor seinem Wechsel nach Nordamerika spielte der Finne drei Spielzeiten in der Liiga bei Kärpät in seiner Heimatstadt Oulu und erzielte dort 113 Punkte in 164 Partien — ein Wert, der auch im europäischen Vergleich beeindruckt. Carolina draftete ihn 2021 in der zweiten Runde (51. Gesamtplatz); Pittsburgh sicherte sich seine Rechte per Trade im März 2024.

    Dubas: „Geringes Risiko, hohe Belohnung”

    General Manager Kyle Dubas verteidigte die Entscheidung mit Nachdruck und verwies auf die steigende Salary Cap: Mit wachsenden Cap-Grenzen in den kommenden Jahren werde ein Jahresgehalt von vier Millionen Dollar einen immer kleineren Anteil am Gesamtetat ausmachen. Er bezeichnete den Vertrag als „geringes Risiko, hohe Belohnung” — machte jedoch unmissverständlich klar, dass Koivunen keine Garantien auf Eiszeit bekommt. „Er wird sich alles verdienen müssen”, sagte Dubas. „Ein Langzeitvertrag bedeutet in Pittsburgh nicht, dass man etwas geschenkt bekommt.” Der Kampf um einen Kaderplatz beginnt im Trainingscamp im September.

    Ein Signal für Pittsburghs Neuaufbau

    Pittsburgh befindet sich nach dem Ende der Ära Crosby und Malkin als ernsthafter Titelkandidat in einer anerkannten Umstrukturierungsphase. Der Vertrag mit Koivunen ist in diesem Kontext mehr als eine Einzeltransaktion: Er signalisiert, dass die Organisation einen möglichen Baustein der nächsten Generation identifiziert zu haben glaubt. Ob die Acht-Jahres-Wette aufgeht, entscheidet sich zuerst im Herbst. Überzeugt Koivunen als Top-6-Angreifer, dürfte Dubas’ Kalkulation als vorausschauend gelten; verbringt er aber weiterhin Zeit in der AHL, wird der Achtjahreskontrakt ein Dauerthema in Pittsburgh bleiben — bis weit in das nächste Jahrzehnt hinein.

  • Kreuzbandriss bei Chervet – Saison 2026/27 verloren

    Trainingsunfall auf der Olympiaschanze von Courchevel

    Emma Chervet, 22-jährige Skispringerin aus Chamonix, hat sich beim Aufsetzen eines Trainingssprungs auf der Großschanze am Praz in Courchevel einen Kreuzbandriss zugezogen. Étienne Gouy, Direktor der französischen Skisprungmannschaften, bestätigte die Schwere der Verletzung: Chervet wird die gesamte Saison 2026/27 verpassen. Der Sturz ereignete sich auf dem Trainingsgelände, das am 8. und 9. August als Austragungsort des zweiten Stopps des FIS Sommer-Grand-Prix dienen wird.

    Die Athletin hatte im Februar bei den Olympischen Winterspielen in Milano-Cortina 2026 für Frankreich an den Start gebracht. Ihre Nominierung neben Joséphine Pagnier war der vorläufige Höhepunkt einer kontinuierlichen Entwicklung im Weltcupfeld. Der Kreuzbandriss beendet nun die laufende Sommerkampagne und setzt die gesamte Vorbereitung auf den nächsten Winter außer Kraft.

    Ein symbolisch bedeutsames Wettkampfgelände

    Der Unfall geschah ausgerechnet in Courchevel: Die Schanze am Praz ist der Austragungsort des Grand-Prix-Wochenendes vom 8. und 9. August, bei dem Frankreich neun Athleten nominiert hat. Jules Chervet ist im Herrenaufgebot vertreten; Emma wird das Heimspiel der französischen Mannschaft von der Tribüne aus verfolgen müssen.

    Das Courchevel-Event trägt in diesem Sommer zusätzliche Bedeutung. Es ist der letzte Wettkampf, der auf der bisherigen Anlage am Praz ausgetragen wird, bevor umfangreiche Umbaumaßnahmen im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2030 beginnen. Chervet wird bei ihrer Rückkehr nach Courchevel eine grundlegend veränderte Schanze vorfinden.

    Pagnier übernimmt die Alleinverantwortung im Damen-GP

    Im Gesamtklassement des Sommer-Grand-Prix nach zwei von sieben Wettkämpfen liegt Joséphine Pagnier als beste Französin auf Rang vier mit 110 Punkten. Vor ihr führt die Slowenin Nika Vodan mit 150 Punkten, gefolgt von ihrer Landsfrau Ema Klinec (145 Punkte) und der Norwegerin Silje Opseth (140 Punkte). Pagnier trägt nun ohne Chervet als mögliche Ergänzung die alleinige Bürde für die französischen Frauen im weiteren Saisonverlauf.

    Für Norwegen haben Anna Odine Ström, Johann André Forfang und Marius Lindvik ihre Teilnahme am Courchevel-Grand-Prix bestätigt. Das Frauen-Feld für das Wochenende ist noch nicht vollständig bekanntgegeben worden.

    Langer Rehabilitationsweg

    Ein Kreuzbandriss erfordert in der Regel neun bis zwölf Monate Rehabilitation, bevor ein Athlet wieder wettkampffähig ist. Das bedeutet: Im günstigsten Fall könnte Chervet frühestens in der zweiten Hälfte der Saison 2027/28 zurückkehren. Der Skiverband Frankreich hatte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels noch keinen chirurgischen Plan oder konkreten Rehabilitationszeitplan kommuniziert. Étienne Gouys Bestätigung des Kreuzbandrisses lässt allerdings keinen Zweifel an der Schwere des Befundes.

  • Vodan gewinnt in Wisła und führt den Damen-Grand-Prix an

    Vodan holt Sonntagssieg, Ito überrascht mit Silber

    Beim zweiten Damenbewerb des Sommer-Grand-Prix in Wisła setzte sich Nika Vodan (Slowenien) am Sonntag klar durch. Platz zwei ging überraschend an Japans Yuki Ito, Platz drei sicherte sich die Norwegerin Silje Opseth. Joséphine Pagnier – die Französin, die seit diesem Sommer für Norwegen startet – landete auf Rang vier.

    Bereits am Samstag hatte die slowenische Schule dominiert: Vodans Landsfrau Ema Klinec gewann den Eröffnungsbewerb vor Opseth (2.) und Pagnier (3.). Nach dem Auftaktwochenende in Polen ist die Botschaft klar: Die slowenischen Damen sind in diesem Sommer die Maßstäbe setzende Kraft im Weltcup-Skispringen.

    Vodan: Weltcupgesamtsiegerin und Olympiagoldmedaillenträgerin im Form

    Nika Vodan, die bis zu ihrer Heirat unter dem Namen Križnar bekannt war, ist alles andere als eine Unbekannte. Die 26-Jährige gewann 2020/21 die Weltcup-Gesamtwertung und holte bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking Einzelbronze auf der Normalschanze. Bei den Winterspielen in Milano Cortina 2026 trug sie entscheidend zum slowenischen Teamgold im Mixed-Wettbewerb bei. In Wisła präsentierte sie sich von Beginn an in der Form einer Athletin, die auch im Einzel wieder nach ganz oben will.

    Gesamtwertung: Slowenien vorn, Opseth Dritte

    Nach dem Doppelwochenende in Polen führt Vodan die Gesamtwertung des Damen-Sommer-Grand-Prix mit 150 Punkten an. Klinec folgt auf Rang zwei mit 145 Zählern – nur fünf Punkte Rückstand. Opseth belegt mit 140 Punkten Platz drei, Pagnier liegt mit 110 Punkten auf Position vier. Der Abstand an der Spitze ist minimal, das Titelrennen offen.

    Opseth bewies in Wisła bemerkenswerte Konstanz: zweimal in den Top Drei, zweimal auf dem Podium. Die Norwegerin ist die stärkste Herausforderin der slowenischen Dominanz und könnte in den nächsten Stationen des Grand Prix die Führung übernehmen. Pagnier, die in einem ungewöhnlichen Wechsel von Frankreich zu Norwegen wechselte, zeigte mit ihren beiden Top-Vier-Platzierungen, dass ihr Niveau trotz der Umstellung ungebrochen hoch ist.

    Yuki Itos Silber im Sonntagsbewerb war die Überraschung des Wochenendes. Die erfahrene Japanerin, die den Weltcup über viele Jahre mitgeprägt hat, zeigte in Wisła, dass mit ihr auf gutem Gelände weiterhin zu rechnen ist. Eine Sprintstärke auf der Großschanze, die in diesem Sommer möglicherweise für weitere Podestplätze sorgen könnte.

    Nächste Station: Courchevel

    Der Sommer-Grand-Prix der Damen macht am 8. und 9. August Station in Courchevel in den französischen Alpen. Für Joséphine Pagnier könnte das Heimatkulisse-Rennen besondere Motivation liefern: Die in Frankreich aufgewachsene Springerin trägt jetzt zwar norwegische Farben, kehrt aber an einen Ort zurück, der ihr seit Junioren-Zeiten vertraut ist.

    Vodan reist als Gesamtführende nach Courchevel, Klinec im Nacken. Die slowenische Dominanz ist eine Hypothek, aber keine Garantie – auf Kunststoffmatten sind die Verhältnisse weniger vorhersehbar als auf Schnee. Das enge Gesamtklassement verspricht in Frankreich Spannung von der ersten bis zur letzten Runde. Ito, die in Wisła so stark aufgetreten ist, dürfte als Außenseiterin ebenfalls eine Rolle spielen.

  • Kot schockt das Feld: Polnischer Heimsieg in Wisla – Roth 16.

    Erster Sieg seit fast neun Jahren: Kot triumphiert auf der Adam-Małysz-Schanze

    Was kaum jemand erwartet hatte, wurde am Samstag in Wisla Wirklichkeit: Maciej Kot hat den Auftaktwettbewerb des Sommer-Grand-Prix 2026 gewonnen. Der 34-jährige Pole landete im ersten Durchgang bei 127,5 Metern, steigerte sich im zweiten auf 132,5 Meter und sammelte 271,7 Punkte — genug für seinen ersten Sieg auf höchstem internationalen Niveau seit Februar 2017. Auf der HS134-Schanze, die den Namen von Polens größter Skispringerlegende trägt, löste der Jubel der Heimzuschauer eine Welle der Erleichterung und Freude aus.

    „Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Der Tag war wirklich hart — ich dachte, ich könnte hier meine besten Sprünge der Saison zeigen, aber niemals hätte ich geglaubt, dass es für die Top Ten oder sogar den Sieg reichen würde”, sagte Kot nach der Siegerehrung. Es war ein Triumph, der fast ein Jahrzehnt auf sich warten ließ: Seit 2017 hatte der Pole zwar sporadisch Podestplätze im Weltcup eingefahren, doch ein Einzelsieg war ihm verwehrt geblieben.

    Bachlinger und Stoch komplettieren das Podest

    Hinter Kot belegte der Österreicher Niklas Bachlinger mit 268,5 Punkten den zweiten Platz — konstante 130,5 Meter in beiden Durchgängen. Auf Rang drei folgte Kamil Stoch (Polen) mit 268,4 Punkten, vom Zweiten durch lediglich einen Zehntel Punkt getrennt. Stochs Weiten lagen bei 126 und 130 Metern. Das slowenische Duo Žiga Jelar und Lovro Kos vervollständigte die Top Fünf.

    Der Wettbewerb wurde durch eine ungewöhnlich hohe Zahl an Disqualifikationen geprägt. Die FIS-Kampfrichter griffen konsequent durch und schickten mehrere Athleten wegen Verstößen gegen die in dieser Saison verschärften Anzugregelungen aus dem Wettbewerb. Die neuen Vorschriften sollen aerodynamische Vorteile durch übergroße oder sonst nicht regelkonforme Sprunganzüge verhindern. Dass sie nun mit aller Schärfe angewendet werden, dürfte die weitere Entwicklung des Sommerwettbewerbs maßgeblich beeinflussen.

    DSV-Entwicklungsteam: Roth als bester Springer

    Das Deutsche Ski-Team reiste mit einem Aufbaukader nach Wisla. Luca Roth schlug sich als bester DSV-Mann wacker und erreichte Rang 16. Adrian Tittel landete auf Platz 24. Die Stammkräfte der Nationalmannschaft — Karl Geiger, Andreas Wellinger, Pius Paschke, Philipp Raimund und Felix Hoffmann — ließen den Auftakt bewusst aus. Bundestrainer Andreas Mitter hat den Fokus auf die nächste Sommer-Grand-Prix-Station in Courchevel (8./9. August) gelegt, wo das Startfeld deutlich hochkarätiger besetzt sein wird.

    Im Damen-Team fehlt A-Kader-Frontfrau Selina Freitag ebenfalls; Juliane Seyfarth führte die DSV-Frauen in Polen an. Auch Cheftrainerin Heinz Kuttin begründete die Entscheidung mit dem langfristigen Saisonplan: Für die jüngeren Athletinnen wie Alvine Holz und Julina Kreibich war Wisla ein wichtiger Auftritt mit internationalem Wettbewerbserfahrung.

    Weiter geht es am Sonntag und in Courchevel

    Am Sonntag folgt in Wisla der zweite Wettbewerb: Damen-Qualifikation ab 11:30 Uhr, Herren-Finale ab 14:45 Uhr. Dann verlagert sich der Sommer-Grand-Prix in die französischen Alpen nach Courchevel, wo am 8. und 9. August die gesamte deutsche Spitze zurückerwartet wird. Für Maciej Kot bleibt der Samstag ein besonderer Tag — als Beweis, dass Erfahrung und Heimvorteil auch im modernen Skispringen noch entscheidend sein können.

  • Celebrini wird NHL-Topverdiener: 94 Millionen Dollar in San Jose

    Rekordvertrag für einen Rekordspieler

    Macklin Celebrini hat am Mittwoch bei den San Jose Sharks eine Fünfjahresverlängerung über 94 Millionen US-Dollar unterschrieben und ist damit der bestbezahlte Spieler in der Geschichte der NHL. Mit einem durchschnittlichen Jahreswert von 18,8 Millionen Dollar übertrifft der 20-jährige Center den bisherigen Rekord von Leo Carlsson — dem schwedischen Center der Anaheim Ducks —, der erst am 9. Juli ein Offersheet über 18 Millionen Dollar pro Saison unterzeichnet hatte. Carlssons Marke hielt keine drei Wochen.

    Der Vertrag beginnt mit der Saison 2027–28 und läuft bis 2031–32. Celebrini wird zu Beginn der Verlängerung erst 21 Jahre alt sein.

    115 Punkte: Franchise-Rekord gebrochen

    Die Zahlen hinter dem Vertrag erklären sich von selbst. Celebrini erzielte in der Saison 2025/26 115 Punkte (45 Tore, 70 Vorlagen) in 82 Spielen — ein neuer Franchise-Rekord der Sharks, der den bisherigen Bestwert von Joe Thornton aus der Saison 2006/07 (114 Punkte) übertraf. Ligaweit landete der Stürmer auf Platz vier der Scorerwertung und gleichauf auf Platz vier bei den Torschützen. In Partien, in denen Celebrini wenigstens einen Punkt verbuchte, gewann San Jose 37 von 60 Spielen.

    Seit er 2024 als erster Gesamtpick im NHL Draft ausgewählt wurde, kommt Celebrini auf 178 Punkte in 152 Partien — alle absolviert, ohne eine einzige Partie zu verpassen.

    Vertragsstruktur: Fast alles als Signing Bonus

    Vom Gesamtvolumen entfallen 89,1 Millionen Dollar auf Signing Boni, nur 4,9 Millionen bilden das Grundgehalt. Diese Struktur schützt Celebrini finanziell und gibt den Sharks gleichzeitig Spielraum beim Salary Cap. Für die ersten drei Vertragsjahre gilt eine No-Movement-Klausel.

    Celebrini entschied sich bewusst für fünf statt der maximal erlaubten acht Vertragsjahre — damit kehrt er bereits vor seinem 26. Geburtstag als Unrestricted Free Agent auf den Markt zurück. Sharks-GM Mike Grier würdigte die Kompromissbereitschaft seines Stars: „Mack hätte durchaus das Recht gehabt, 20 Millionen oder mehr zu verlangen. Wir sind wirklich dankbar, dass er uns Spielraum gegeben hat.” Grier betonte zudem, Carlssons Offersheet habe das gesamte Marktgefüge verändert: „Es hat das Ökosystem der Spielerverträge komplett neu definiert.”

    Celebrini selbst sagte: „Der Glaube und die Unterstützung von Mr. Plattner, Mike Grier und dem gesamten Team sind der Beweis, dass wir hier etwas Besonderes aufbauen.”

    San Joses Signal: Der Neuaufbau bekommt ein Gesicht

    Die Sharks haben seit der Saison 2018/19 die Playoffs verpasst — sieben Jahre in Folge. Dieser Vertrag ist das deutlichste Signal der Franchise seit Jahren: Das Projekt Neuaufbau hat einen unumstrittenen Mittelpunkt, und der heißt Macklin Celebrini.

    Celebrinis Entry-Level-Vertrag gilt noch für eine weitere Saison, sodass er das Trainingscamp im Oktober mit Rookiegehalt bestreitet. Der Rekordvertrag beginnt erst 2027–28. Bis dahin muss General Manager Grier ein Kader aufbauen, das Celebrinis Qualitäten optimal ergänzt — und San Jose erstmals seit der Saison 2018/19 wieder in die Playoffs führt.

  • Skispringen: Sommer-Grand-Prix eröffnet am Samstag in Wisła

    Startschuss am Samstag auf der HS134 in Wisła

    Der FIS-Sommer-Grand-Prix 2026 im Skispringen eröffnet am Samstag, dem 1. August, mit dem ersten von zwei Einzelwettbewerben auf der Großschanze in Wisła (Polen, HS134). Am Sonntag folgt der zweite Durchgang an derselben Anlage, bevor die Serie in die nächsten drei Stationen zieht. Es ist die Rückkehr zum internationalen Wettkampfbetrieb nach dem Ende der Weltcupsaison — die letzten regulären Weltcupspringen liegen gut vier Monate zurück.

    Der diesjährige Sommer-Grand-Prix umfasst vier Stationen und insgesamt acht Einzelkonkurrenzen: nach Wisła (1.–2. August) folgen Courchevel in Frankreich (8.–9. August), Rasnov in Rumänien (19. September) sowie das Finale in Klingenthal (24.–25. Oktober). Gesprungen wird jeweils in der Männer- und Frauenwertung.

    Frankreich schickt drei Athleten nach Polen

    Der französische Verband nominierte am Dienstag sein Team für die Auftaktrunde in Wisła: Jules Chervet und Valentin Foubert gehen für Frankreich in der Männerkategorie an den Start, Joséphine Pagnier tritt im Frauen-Wettbewerb an. Pagnier — eine der konstantesten Springerinnen des Landes — steht derzeit unter norwegischer Trainingsbetreuung, was ihrer technischen Weiterentwicklung in den vergangenen Monaten Impulse gegeben hat. Verbandsleiter Étienne Gouy bestätigte: „Drei Athleten werden Frankreich in Polen vertreten.”

    Titelverteidiger im Gesamtklassement des Sommer-Grand-Prix ist der Japaner Sakutaro Kobayashi, der die Serie 2025 gewann. Japan gilt seit Jahren als eine der stärksten Skisprung-Nationen im Sommer, und Kobayashi tritt als klarer Favorit auf eine erfolgreiche Titelverteidigung an. Hinzu kommt der Japaner Yuto Nakamura, der nach starken Leistungen beim internen Testspringen in Sapporo vor seinem Debüt im Sommer-Grand-Prix steht.

    Courchevel: Vorletztes Kapitel vor Olympia-Umbau

    Besondere historische Bedeutung erhält die zweite Station der Serie: In Courchevel springt das Weltfeld am 8. und 9. August auf der HS132 — zum letzten Mal in der aktuellen Form der Anlage. Im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2030, die in den Französischen Alpen stattfinden, sind tiefgreifende Modernisierungsarbeiten an der Savoyer Schanze geplant. Die diesjährige Ausgabe des Grands Prix in Courchevel wird damit für viele Athleten ein Abschied von vertrautem Terrain.

    In den vergangenen Jahren hatte Courchevel zuverlässig ein internationales Starterfeld und attraktive Duelle auf seiner kompakten Schanze geliefert. Nach der Renovierung wird die Anlage zwar höheren technischen Anforderungen genügen, aber das aktuelle Profil der Strecke bleibt in der Form nicht erhalten.

    Format und Ausblick auf die Serie

    Die Qualifikation in Wisła ist für Freitagabend angesetzt. Beide Einzelspringen am Samstag und Sonntag zählen für die Grand-Prix-Gesamtwertung. Seit seiner Einführung hat sich der Sommer-Grand-Prix als wichtige Vorbereitung auf die Weltcupsaison etabliert: Er gibt den Athleten reguläre Wettkampfsprünge unter Wertungsdruck und den Verbänden ein frühes Bild vom Formstand ihrer Kader.

    Mit Wisła, Courchevel, Rasnov und Klingenthal bietet die Serie 2026 wieder eine breite geografische Streuung. Übertragungen sind über die offiziellen FIS-Kanäle abrufbar. Alle Informationen zum Startfeld werden nach dem Ende der Qualifikation am Freitagabend veröffentlicht.

  • Larkins Wechselwunsch: Yzermans Abgang verändert die Lage

    Ein Wechselwunsch ohne Abnehmer

    Dylan Larkin bat die Detroit Red Wings im Juni offiziell um einen Transfer – doch knapp zwei Monate später ist er noch immer ein Red Wing. Der Transfermarkt rund um den Kapitän der Detroiter hat sich festgefahren: Die Forderungen des Klubs liegen über dem, was potenzielle Käufer bereit sind zu zahlen, und Larkins Veto-Klausel begrenzt den Kreis der Interessenten auf gerade einmal vier Mannschaften. Die Situation erinnert an einen Patt, der womöglich erst im September aufgelöst wird – wenn die Trainingslager öffnen.

    Larkins Acht-Jahres-Vertrag über 69,6 Millionen Dollar enthält eine vollständige No-Trade-Klausel. Das bedeutet: Der 30-Jährige entscheidet selbst, welche Teams überhaupt angefragt werden dürfen. Seine genehmigte Liste umfasst derzeit die Florida Panthers, die Minnesota Wild, die Vegas Golden Knights sowie – zuletzt hinzugekommen – die Dallas Stars.

    Dallas-Gespräche scheitern, andere Optionen laufen ins Leere

    Die Stars galten zuletzt als aktivster Verhandlungspartner. Vorläufige Gespräche zwischen Dallas und Detroit brachen jedoch schnell ab. Detroits erster Ansatz soll Stürmer Wyatt Johnston als Gegenleistung beinhaltet haben – für Dallas-GM Jim Nill kein gangbarer Weg. Dallas konterte seinerseits mit einem Paket rund um Restricted Free Agent Jason Robertson, der für Arbitration eingereicht hatte. Detroit lehnte ab, weil keine Garantie bestand, dass Robertson einem Wechsel nach Michigan zugestimmt hätte.

    Auch die anderen drei Teams auf Larkins Liste stehen vor eigenen Hürden. Florida, Minnesota und Vegas haben ihre Kader für 2026-27 weitgehend zusammengestellt und verfügen über kaum Cap-Raum für Larkins Jahresgehalt von 8,7 Millionen Dollar. Mit jedem weiteren Tag, an dem die Liga in die neue Saison startet, sinkt die Wahrscheinlichkeit eines Deals vor dem Saisonbeginn.

    Yzermans Abgang als unerwarteter Wendepunkt

    Die vielleicht wichtigste Entwicklung des Sommers kam am 15. Juli: Steve Yzerman trat als General Manager der Red Wings zurück und wechselte in eine Beraterrolle. Yzerman, der 2019 in die Detroiter Geschäftsführung zurückgekehrt war, hatte sieben Jahre lang den Wiederaufbau des Klubs geleitet. Sein Abgang zieht nun eine intensive Suche nach einem neuen Hockey-Chef nach sich.

    Mehrere Berichte hatten zum Zeitpunkt von Larkins Trade-Anfrage ein angespanntes Verhältnis zwischen dem Kapitän und Yzerman als Mitauslöser genannt. Mit Yzerman nicht mehr im Tagesgeschäft ist eine Versöhnung zwischen Larkin und dem Klub zumindest nicht mehr ausgeschlossen. Detroiter Insider haben öffentlich festgehalten, man würde es nicht ausschließen, dass Larkin unter neuer Führung beim Team bleibt – vorausgesetzt, die neue Konstellation bietet eine andere Dynamik.

    Wahrscheinlichstes Szenario: Larkin erscheint im Trainingslager

    Ohne ein plötzliches Angebot, das alle Beteiligten zufriedenstellt, wächst die Wahrscheinlichkeit, dass Larkin Anfang September im Detroiter Trainingscamp auftaucht. Der Vertrag läuft noch bis 2030, es besteht für Detroit kein finanzieller Druck, ihn unter Wert abzugeben. Die NHL-Saison 2026-27 startet am 29. September – und wenn kein Deal zustande kommt, wird Larkin an diesem Abend höchstwahrscheinlich in einem roten Trikot auf dem Eis stehen.

    Das bedeutet nicht das Ende aller Wechselgespräche. Ein neuer Detroit-GM könnte die Situation anders angehen als Yzerman, und die Trade Deadline im Februar steht offen. Für den Moment aber herrscht Stillstand – und beide Seiten scheinen auf den anderen zu warten.

  • Robertson: Einjahresvertrag über 12 Mio. Dollar mit den Dallas Stars

    Geburtstag mit Vertragsabschluss

    Jason Robertson feierte seinen 27. Geburtstag am Dienstag mit einer Vertragseinigung. Die Dallas Stars gaben spät am Montag bekannt, dass der Flügelstürmer einen Einjahresvertrag über zwölf Millionen Dollar unterzeichnet hat — womit gleichzeitig ein Schiedsgerichtsverfahren abgewendet wurde, das für Samstag angesetzt gewesen wäre. Robertson schloss die Saison 2025–26 als bester Punktesammler der Stars ab: 45 Tore und 51 Vorlagen in 82 Hauptrundenspielen sowie fünf Tore und drei Vorlagen in sechs Play-off-Partien.

    Brückenvertrag mit Blick auf den freien Markt

    Robertson, dessen Vierjahresvertrag über 31 Millionen Dollar aus dem Jahr 2022 ausgelaufen war, hatte rund 14 Millionen Dollar pro Saison auf einem Langzeitvertrag angepeilt. Dallas, das unter erheblichem Druck des Gehaltslimits steht, konnte diese Summe für mehrere Jahre nicht stemmen. Die Lösung: ein einjähriges Brückenabkommen — das höchste Jahresgehalt seiner Karriere für Robertson, verbunden mit dem Weg zu einem Status als Unrestricted Free Agent im Sommer 2027.

    Die UFA-Klasse 2027 könnte zu einer der spektakulärsten seit Jahren werden. Quinn Hughes, Nikita Kucherov und Cale Makar gehören zu den Superstars, deren laufende Verträge zeitgleich auslaufen. Robertson — einer von weniger als fünf Forwards ligaweit mit 96 oder mehr Punkten in der regulären Saison — wäre ein Spitzenname in dieser Gruppe, sollte es keine Verlängerung geben.

    Robertson blockierte Seattle — und bleibt in Dallas

    Der heutige Abschluss folgt einem turbulenten Sommer, der Robertson beinahe aus Texas weggeführt hätte. Mehreren Berichten zufolge hatten Dallas und die Seattle Kraken eine Sign-and-Trade-Einigung erzielt: Robertson nach Seattle im Tausch gegen den siebten Pick im NHL Draft 2026. Robertson, der als Restricted Free Agent bestimmte Transferrechte besaß, machte von diesen Gebrauch und blockierte den Wechsel. Er wollte in Texas bleiben.

    Seattle richtete seinen Blick daraufhin auf andere Optionen im Zentrum — darunter Elias Pettersson von den Vancouver Canucks. Für Dallas zwang Robertsons Veto die Klubführung zu einer internen Lösung: Ohne verfügbaren Handelspartner und mit der anstehenden Anhörung blieb nur der Weg des einjährigen Kompromisses, der nun beiden Seiten Luft zum Atmen verschafft.

    Verlängerungsfenster öffnet sich im Januar

    Nach den Regeln des Tarifvertrags darf Robertson ab dem 1. Januar 2027 — zur Hälfte des laufenden Einjahresvertrags — eine Vertragsverlängerung unterzeichnen. Dallas wird die Gespräche voraussichtlich weit vor diesem Datum aufnehmen. Die Stars wählten Robertson in der zweiten Runde des NHL Drafts 2019 und haben ihn zu einem der verlässlichsten Torschützen der Liga heranwachsen sehen — dieser Wert wird nicht freiwillig abgegeben.

    Drei aufeinanderfolgende Spielzeiten mit mehr als 80 Punkten unterstreichen Robertsons Bedeutung im Dallas-Angriffsspiel. Scheitern die Stars an einer Einigung, droht ihnen dieselbe Wahl, die sich bereits in diesem Sommer abzeichnete: einen Trade mit ungewissem Gegenwert akzeptieren oder Robertson ablösefrei ziehen lassen. Dass er den Seattle-Transfer aktiv blockiert hat, lässt darauf schließen, dass beide Seiten ein anderes Szenario bevorzugen.

  • Connor Bedard verlängert: 75 Millionen Dollar für fünf Jahre

    Der Franchise-Anker ist für fünf Jahre gesichert

    Die Chicago Blackhawks haben Connor Bedard am Samstag, dem 18. Juli, mit einer Vertragsverlängerung über fünf Jahre und 75 Millionen US-Dollar ausgestattet. Der 21-jährige Kanadier erhält einen Cap-Hit von 15 Millionen Dollar pro Saison und zählt damit zu den drei bestbezahlten Spielern der gesamten NHL. Der Vertrag läuft von der Saison 2026/27 bis einschließlich 2030/31 und beendet eine monatelange Diskussion über die Zukunft des Gesamtersten aus dem Draft 2023.

    Bedard, der am 17. Juli seinen 21. Geburtstag feierte, war nach dem Ablauf seines dreijährigen Einstiegsvertrags als eingeschränkt freier Agent auf den Markt gegangen. Ein komplizierender Faktor: Der Vertragsabschluss erfolgte genau zehn Tage nach einer Operation an Bedards linker Schulter, die Anfang Juli bekannt geworden war. Dem Chicago Sun-Times zufolge liefen die Verhandlungen zwischen seinen Agenten und dem Blackhawks-Management parallel zur Genesung, um eine Schlichtung zu vermeiden.

    Trikot-Nummer 98 als Leitfaden für die Vertragsstruktur

    Besondere Aufmerksamkeit erhielt die ungewöhnliche Struktur des Deals. Statt eines gleichmäßig verteilten Gehalts bauten die Blackhawks den Vertrag um eine jährliche Unterzeichnungsprämie von 9,8 Millionen Dollar auf — eine bewusste Anspielung auf Bedards Rückennummer 98. Über fünf Jahre ergibt das 49 der insgesamt 75 Millionen Dollar, die als direkte Prämien ausbezahlt werden. Im fünften und letzten Vertragsjahr ist zusätzlich eine vollständige No-Movement-Klausel verankert: Ab der Saison 2030/31 besitzt Bedard ein absolutes Vetorecht bei einer potenziellen Weiterverpflichtung.

    Statistiken, die keine Fragen offen lassen

    Bedards Leistungskurve über drei NHL-Spielzeiten machte die Investition aus sportlicher Sicht nachvollziehbar. In der Saison 2025/26 stellte er persönliche Bestmarken auf: 30 Tore, 45 Vorlagen und 75 Punkte in 69 Hauptrundenpartien. Kumuliert über seine ersten drei Profi-Jahre kommt er auf 203 Punkte in 219 Einsätzen — eine Quote, die für sein Alter in der Geschichte der modernen NHL ihresgleichen sucht.

    Die Entwicklung verlief konstant nach oben: 61 Punkte als Rookie 2023/24, 67 im zweiten Jahr, mehr als 70 in der abgelaufenen Spielzeit — und das trotz mehrerer verletzungsbedingter Ausfälle. The Hockey News bezeichnete ihn nach der Vertragsunterzeichnung als drittbezahlten Spieler der gesamten Liga.

    General Manager Davidson zieht positive Bilanz

    Kyle Davidson, General Manager der Blackhawks, ließ keinen Zweifel an der strategischen Bedeutung des Abschlusses. „Connor hat unsere Erwartungen seit dem Draft ununterbrochen übertroffen und sich schnell als Elite-Spieler in der NHL etabliert”, erklärte Davidson in der offiziellen Vereinsmitteilung. Die Reaktion in sozialen Netzwerken fiel gemischter aus: Ein Teil der Fanszene stellte die Höhe des Cap-Hits angesichts der aktuellen Tabellenposition der Blackhawks infrage, während Analysten die Kontinuität der Vertragsentscheidung lobten.

    Für eine Franchise, die nach dem Abgang der Stanley-Cup-Kernmannschaft mehrere Aufbausaisons durchlief und 2023 gezielt auf Bedard setzte, bedeutet die Verlängerung den Abschluss der ersten Wiederaufbauphase. Chicago eröffnet die Saison 2026/27 am 29. September im Rahmen des neuen 84-Spiele-Kalenders der NHL. Bedard soll vor dem Trainingslager im September vollständig von seinem Schultereingriff genesen sein.

  • Skispringen: Sommer-Grand-Prix 2026 startet in zwei Wochen in Wisła

    Zwei Wochen bis zum Saisonauftakt in Wisła

    Der FIS Sommer-Grand-Prix im Skispringen eröffnet die Saison 2026 am 1. und 2. August auf der Adam-Małysz-Schanze in Wisła, Polen. Die Anlage trägt den Namen der polnischen Skisprung-Legende, die vier Mal den Weltcupgesamttitel gewann. Paweł Wąsek springt dort als amtierender Gesamtsieger der Männer vor heimischem Publikum — ein Heimvorteil, der im Skispringen nicht zu unterschätzen ist. Der Sommer-Grand-Prix gilt als der letzte bedeutsame Kräftemesser vor dem Start des FIS Skisprung-Weltcups im Winter und dient gleichzeitig als Kaderorientierung für alle Nationalteams.

    Geiger und Wellinger im Fokus des deutschen Lagers

    Für den deutschen Skiverband und die heimischen Fans rückt die Finalstation in Klingenthal am 24. und 25. Oktober besonders ins Blickfeld. Karl Geiger aus Oberstdorf, mehrfacher Weltcupsieger und Grand-Prix-Teilnehmer mit nachgewiesener Tagesform-Qualität, sowie Andreas Wellinger, Olympiasieger 2018 auf der Normalschanze in Pyeongchang, gehören zu den realistischen Anwärtern auf einen Spitzenplatz in der Gesamtwertung. Die Vogtland Arena in Klingenthal gilt als anspruchsvoller, aber publikumsfreundlicher Hügel mit einer der lautstärksten Heimkurven im gesamten FIS-Kalender — ein Heimerfolg zum Abschluss der Sommerserie hätte symbolischen wie sportlichen Wert vor der Wintersaison.

    Neben Geiger und Wellinger werden auch weitere DSV-Springer wie Stephan Leyhe um Weltcup-Startplätze für den Winter kämpfen. Die vier Grand-Prix-Stationen bieten ausreichend Wettkampfpraxis, um die Aufstellung für die ersten Rennen der Saison 2026-27 zu klären.

    Der Gesamtkalender: Vier Stationen, drei Monate

    Der komplette Terminplan sieht folgende Austragungsorte vor: Wisła/Polen (1.–2. August), Courchevel/Frankreich (8.–9. August), Rasnov/Rumänien (19.–20. September) und Klingenthal/Deutschland (24.–25. Oktober). Männer und Frauen treten an allen vier Wochenenden gemeinsam an. Bei den Frauen geht Italiens Lara Malsiner als Titelverteidigerin in die Serie. Die Südtirolerin zählt zu den konstantesten Springerinnen Europas und ist auch im Sommer 2026 schwer zu schlagen. Skandinavische und österreichische Konkurrentinnen werden über die vier Stationen hinweg auf ein Gesamtklassement-Niveau steigen müssen, wenn sie die Titelverteidigerin herausfordern wollen.

    Internationale Konkurrenz: Kobayashi und die Weltspitze

    Auf internationaler Ebene ist Japans Ryōyū Kobayashi die prominenteste Figur im Starterfeld. Der frühere Weltcup-Gesamtsieger verbuchte in der Saison 2025-26 drei Einzelsiege im Weltcup und war bei den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina dabei. Sein Abschneiden in Wisła gilt als erster Gradmesser für sein Niveau im neuen Olympia-Zyklus. Neben Kobayashi und dem polnischen Titelverteidiger Wąsek sind österreichische und slowenische Springer als potenzielle Mitfavoriten für das Gesamtklassement zu nennen. Die Tiefe des internationalen Feldes verspricht in allen vier Stationen enge Entscheidungen.

    Die offiziellen Startlisten für Wisła werden von der FIS kurz vor dem ersten Training am 1. August veröffentlicht. Das Finale des Sommer-Grand-Prix findet am 25. Oktober in Klingenthal statt. Für das deutsche Team und seine Fans beginnt damit ein langer Herbst mit direktem Wettkampfbezug zum Weltcup-Winter — Klingenthal nicht als Kulisse, sondern als echter Konkurrenzmaßstab. Das vollständige Programm mit Ergebnissen und Ranglisten ist auf fis-ski.com abrufbar.