Skispringen: Sommer-Grand-Prix eröffnet am Samstag in Wisła

Startschuss am Samstag auf der HS134 in Wisła

Der FIS-Sommer-Grand-Prix 2026 im Skispringen eröffnet am Samstag, dem 1. August, mit dem ersten von zwei Einzelwettbewerben auf der Großschanze in Wisła (Polen, HS134). Am Sonntag folgt der zweite Durchgang an derselben Anlage, bevor die Serie in die nächsten drei Stationen zieht. Es ist die Rückkehr zum internationalen Wettkampfbetrieb nach dem Ende der Weltcupsaison — die letzten regulären Weltcupspringen liegen gut vier Monate zurück.

Der diesjährige Sommer-Grand-Prix umfasst vier Stationen und insgesamt acht Einzelkonkurrenzen: nach Wisła (1.–2. August) folgen Courchevel in Frankreich (8.–9. August), Rasnov in Rumänien (19. September) sowie das Finale in Klingenthal (24.–25. Oktober). Gesprungen wird jeweils in der Männer- und Frauenwertung.

Frankreich schickt drei Athleten nach Polen

Der französische Verband nominierte am Dienstag sein Team für die Auftaktrunde in Wisła: Jules Chervet und Valentin Foubert gehen für Frankreich in der Männerkategorie an den Start, Joséphine Pagnier tritt im Frauen-Wettbewerb an. Pagnier — eine der konstantesten Springerinnen des Landes — steht derzeit unter norwegischer Trainingsbetreuung, was ihrer technischen Weiterentwicklung in den vergangenen Monaten Impulse gegeben hat. Verbandsleiter Étienne Gouy bestätigte: „Drei Athleten werden Frankreich in Polen vertreten.”

Titelverteidiger im Gesamtklassement des Sommer-Grand-Prix ist der Japaner Sakutaro Kobayashi, der die Serie 2025 gewann. Japan gilt seit Jahren als eine der stärksten Skisprung-Nationen im Sommer, und Kobayashi tritt als klarer Favorit auf eine erfolgreiche Titelverteidigung an. Hinzu kommt der Japaner Yuto Nakamura, der nach starken Leistungen beim internen Testspringen in Sapporo vor seinem Debüt im Sommer-Grand-Prix steht.

Courchevel: Vorletztes Kapitel vor Olympia-Umbau

Besondere historische Bedeutung erhält die zweite Station der Serie: In Courchevel springt das Weltfeld am 8. und 9. August auf der HS132 — zum letzten Mal in der aktuellen Form der Anlage. Im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2030, die in den Französischen Alpen stattfinden, sind tiefgreifende Modernisierungsarbeiten an der Savoyer Schanze geplant. Die diesjährige Ausgabe des Grands Prix in Courchevel wird damit für viele Athleten ein Abschied von vertrautem Terrain.

In den vergangenen Jahren hatte Courchevel zuverlässig ein internationales Starterfeld und attraktive Duelle auf seiner kompakten Schanze geliefert. Nach der Renovierung wird die Anlage zwar höheren technischen Anforderungen genügen, aber das aktuelle Profil der Strecke bleibt in der Form nicht erhalten.

Format und Ausblick auf die Serie

Die Qualifikation in Wisła ist für Freitagabend angesetzt. Beide Einzelspringen am Samstag und Sonntag zählen für die Grand-Prix-Gesamtwertung. Seit seiner Einführung hat sich der Sommer-Grand-Prix als wichtige Vorbereitung auf die Weltcupsaison etabliert: Er gibt den Athleten reguläre Wettkampfsprünge unter Wertungsdruck und den Verbänden ein frühes Bild vom Formstand ihrer Kader.

Mit Wisła, Courchevel, Rasnov und Klingenthal bietet die Serie 2026 wieder eine breite geografische Streuung. Übertragungen sind über die offiziellen FIS-Kanäle abrufbar. Alle Informationen zum Startfeld werden nach dem Ende der Qualifikation am Freitagabend veröffentlicht.