Geburtstag mit Vertragsabschluss
Jason Robertson feierte seinen 27. Geburtstag am Dienstag mit einer Vertragseinigung. Die Dallas Stars gaben spät am Montag bekannt, dass der Flügelstürmer einen Einjahresvertrag über zwölf Millionen Dollar unterzeichnet hat — womit gleichzeitig ein Schiedsgerichtsverfahren abgewendet wurde, das für Samstag angesetzt gewesen wäre. Robertson schloss die Saison 2025–26 als bester Punktesammler der Stars ab: 45 Tore und 51 Vorlagen in 82 Hauptrundenspielen sowie fünf Tore und drei Vorlagen in sechs Play-off-Partien.
Brückenvertrag mit Blick auf den freien Markt
Robertson, dessen Vierjahresvertrag über 31 Millionen Dollar aus dem Jahr 2022 ausgelaufen war, hatte rund 14 Millionen Dollar pro Saison auf einem Langzeitvertrag angepeilt. Dallas, das unter erheblichem Druck des Gehaltslimits steht, konnte diese Summe für mehrere Jahre nicht stemmen. Die Lösung: ein einjähriges Brückenabkommen — das höchste Jahresgehalt seiner Karriere für Robertson, verbunden mit dem Weg zu einem Status als Unrestricted Free Agent im Sommer 2027.
Die UFA-Klasse 2027 könnte zu einer der spektakulärsten seit Jahren werden. Quinn Hughes, Nikita Kucherov und Cale Makar gehören zu den Superstars, deren laufende Verträge zeitgleich auslaufen. Robertson — einer von weniger als fünf Forwards ligaweit mit 96 oder mehr Punkten in der regulären Saison — wäre ein Spitzenname in dieser Gruppe, sollte es keine Verlängerung geben.
Robertson blockierte Seattle — und bleibt in Dallas
Der heutige Abschluss folgt einem turbulenten Sommer, der Robertson beinahe aus Texas weggeführt hätte. Mehreren Berichten zufolge hatten Dallas und die Seattle Kraken eine Sign-and-Trade-Einigung erzielt: Robertson nach Seattle im Tausch gegen den siebten Pick im NHL Draft 2026. Robertson, der als Restricted Free Agent bestimmte Transferrechte besaß, machte von diesen Gebrauch und blockierte den Wechsel. Er wollte in Texas bleiben.
Seattle richtete seinen Blick daraufhin auf andere Optionen im Zentrum — darunter Elias Pettersson von den Vancouver Canucks. Für Dallas zwang Robertsons Veto die Klubführung zu einer internen Lösung: Ohne verfügbaren Handelspartner und mit der anstehenden Anhörung blieb nur der Weg des einjährigen Kompromisses, der nun beiden Seiten Luft zum Atmen verschafft.
Verlängerungsfenster öffnet sich im Januar
Nach den Regeln des Tarifvertrags darf Robertson ab dem 1. Januar 2027 — zur Hälfte des laufenden Einjahresvertrags — eine Vertragsverlängerung unterzeichnen. Dallas wird die Gespräche voraussichtlich weit vor diesem Datum aufnehmen. Die Stars wählten Robertson in der zweiten Runde des NHL Drafts 2019 und haben ihn zu einem der verlässlichsten Torschützen der Liga heranwachsen sehen — dieser Wert wird nicht freiwillig abgegeben.
Drei aufeinanderfolgende Spielzeiten mit mehr als 80 Punkten unterstreichen Robertsons Bedeutung im Dallas-Angriffsspiel. Scheitern die Stars an einer Einigung, droht ihnen dieselbe Wahl, die sich bereits in diesem Sommer abzeichnete: einen Trade mit ungewissem Gegenwert akzeptieren oder Robertson ablösefrei ziehen lassen. Dass er den Seattle-Transfer aktiv blockiert hat, lässt darauf schließen, dass beide Seiten ein anderes Szenario bevorzugen.