Die Ursache für die Beschwerden von Sofia Goggia steht fest. Laut dem italienischen Skiverband FISI wurden bei der Italienerin zwei verschiedene Virusinfektionen festgestellt. Goggia hat ihre umfassenden klinischen Untersuchungen in der Casa di Cura La Madonnina und im IRCCS Ospedale San Raffaele in Mailand abgeschlossen. Wie Alanews berichtet, lagen bis zur Diagnose Wochen mit Kontrollen, Untersuchungen und Konsultationen.
Infektionen verstärkten sich gegenseitig
Nach Angaben der FISI haben die beiden Infektionen zusammen deutlich stärkere körperliche Auswirkungen gehabt. Das habe die Athletin stark geschwächt. In der von Tuttosport zitierten Mitteilung heißt es wörtlich:
„sommate una con l'altra, hanno creato effetti ancor più amplificati a livello fisico, causando un forte stato di debilitazione all'atleta“
Goggia hatte das Trainingslager im argentinischen Ushuaia am 12. September wegen eines Unwohlseins abgebrochen. In Absprache mit der Medizinkommission der FISI unter Vorsitz von Andrea Panzeri entschied sie, für die Untersuchungen nach Italien zurückzukehren. Laut Tuttosport war sie Mitte des Monats wieder in Italien.
Goggia: „Viel Geduld“ nötig
Auf Instagram schrieb Goggia, ihr Zustand bessere sich zwar, sie sei derzeit aber noch ziemlich geschwächt. Nach Angaben von Alanews braucht es für die vollständige Genesung noch Zeit. Sie bedauere sehr, dass sie früher zurückkehren und auf einen Teil der Vorbereitung verzichten musste. Mit der ersten Woche auf Schnee in Argentinien sei sie aber sehr zufrieden gewesen. Außerdem bedankte sie sich bei allen Ärzten der Gruppo San Donato und bei den Fachärzten für die Unterstützung seit ihrer Rückkehr.
Zum weiteren Weg schrieb die Italienerin:
Ski Alpin„Kalender ist voll“: Aicher und Weidle-Winkelmann gegen jährliche WM„Ora che la verità è venuta a galla e abbiamo individuato il problema possiamo procedere alla sua risoluzione, ma per farlo bisogna munirsi di tempo e tanta, tanta pazienza… un po' come sempre“
Jetzt, wo das Problem gefunden sei, könne man es lösen. Dafür brauche es aber Zeit und sehr viel Geduld, „ein bisschen wie immer“.
Ziel: Weltcup-Auftakt in Sölden
Laut FISI hat Goggia in diesen Tagen mit ihrem Genesungsprogramm begonnen. Der Plan wurde gemeinsam mit der Medizinkommission des Verbands unter Andrea Panzeri erstellt. In der vergangenen Saison gewann Goggia Gold im Super-G sowie den Super-G-Weltcup.
Wie Alanews schreibt, will sie zum Weltcup-Auftakt bereit sein. Die Saison beginnt am 24. Oktober mit dem Riesenslalom in Sölden. Höhepunkt des Winters wird die Weltmeisterschaft in Crans-Montana.



