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Freitag, 16. Oktober 2026

Skispringen

Rasnov: Anna Twardosz gewinnt als erste Polin im Sommer-Grand-Prix

Mit 96 und 90 Metern siegt Anna Twardosz in Rasnov klar vor Ringo Miyajima. Juliane Seyfarth wird beste Deutsche, Qi Liu stürzt nach 98,5 Metern.

3 Min. Lesezeit snowpost

Wintersport, Skisprung-Weltcup der Frauen in Oberhof: Anna Twardosz (POL, Polen)
Foto: Steffen Prößdorf / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Anna Twardosz hat polnische Skisprunggeschichte geschrieben: Die 25-Jährige gewann am Samstag, 19. September 2026, das Frauen-Einzelspringen des Sommer-Grand-Prix im rumänischen Rasnov und ist damit die erste Polin, die ein Springen dieser Serie für sich entscheidet. Mit Weiten von 96 und 90 Metern kam sie auf 256,1 Punkte.

19,1 Punkte Vorsprung

Schon in beiden Trainingsdurchgängen war Twardosz die Beste gewesen, wie WP SportoweFakty berichtete. Im ersten Wertungsdurchgang auf der Normalschanze mit 97 Metern Größe legte sie mit 96 Metern vor. Zur Halbzeit lag Ringo Miyajima aus Japan als Zweite 9,4 Punkte zurück, die Chinesin Ping Zeng als Dritte 10,5 Punkte.

Im Finale ließ Twardosz 90 Meter folgen und baute den Vorsprung auf Miyajima auf 19,1 Punkte aus. Die Japanerin wurde mit 91,5 und 88 Metern und 237,0 Punkten Zweite, Bing Dong aus China mit 92 und 89,5 Metern und 233,2 Punkten Dritte. Für Twardosz war es das dritte Grand-Prix-Podium, Miyajima und Dong standen erstmals auf dem Treppchen. Zur Tageszeit des Wettkampfs machen die Quellen unterschiedliche Angaben: skispringen.com spricht vom Samstagabend, WP SportoweFakty von einem Nachmittagswettbewerb.

Auf der Startliste standen 37 Namen. Laut WP SportoweFakty verzichtete die Mehrheit der führenden Springerinnen auf den Start in Rumänien. Die als Favoritin geltende Slowenin Ema Klinec wurde Vierte und ist nun neue Gesamtführende. Zeng fiel auf Rang fünf zurück, erzielte damit aber ihr bestes Grand-Prix-Ergebnis.

Österreicherinnen stark, Seyfarth 14.

Kira Maria Kapustikova sprang mit 91 und 89 Metern und 231,1 Punkten auf Platz sechs – das beste Ergebnis einer slowakischen Skispringerin überhaupt. Dahinter folgten Hannah Wiegele und Grand-Prix-Debütantin Sara Pokorny aus Österreich auf den Rängen sieben und acht, für beide das beste Karriereresultat. Chiara Kreuzer wurde Zwölfte. Yuzuki Sato (Japan) belegte Rang neun, Liangyao Wang (China) mit ihrem besten Karriereresultat Rang zehn.

Juliane Seyfarth lag nach dem ersten Sprung auf Platz sieben, kam unter schwierigen Bedingungen im Finale aber nur auf 79,5 Meter und fiel als beste Deutsche auf Rang 14 zurück. Emely Torazza holte als 27. erstmals Punkte. Luisa Görlich, Team-Weltmeisterin von Planica 2023, gab über eineinhalb Jahre nach ihrem Kreuzbandriss bei der WM in Trondheim ihr Wettkampf-Comeback und wurde mit 83,5 Metern 32. Auch Alvine Holz (84 Meter, Rang 31) und Kim Amy Duschek (79,5 Meter, Rang 35) verpassten den zweiten Durchgang.

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Ihre besten Karriereresultate erzielten zudem die Französinnen Marie Thomas Couturaud (21.) und Capucine Mesnil (29.), die sich damit das lebenslange Weltcup-Startrecht sicherte, sowie die Finnin Oosa Thure (23.). Die Sloweninnen Lucija Jurgec und Taja Terbovsek belegten bei ihren Grand-Prix-Debüts die Plätze 15 und 18.

Sturz von Qi Liu

Überschattet wurde der Wettkampf vom Sturz der Chinesin Qi Liu. Nach einem Sprung auf 98,5 Meter hielt ihr rechtes Knie bei der Landung laut skispringen.com dem Druck nicht stand. Sie wurde auf einer Trage abtransportiert und konnte im Finale nicht antreten; skispringen.com geht von einer mutmaßlich schweren Verletzung aus.

Am Sonntag steht in Rasnov das zweite Einzelspringen an: Der Probedurchgang ist für 8:30 Uhr angesetzt, der erste Durchgang für 10:00 Uhr.

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