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Freitag, 16. Oktober 2026

Ski alpin

FIS-Präsident Ospelt verteidigt WM-Pläne für nicht-olympische Jahre

Der neue FIS-Präsident Alexander Ospelt verteidigt die Pläne für eine WM in jedem nicht-olympischen Jahr. Swiss-Ski ist offen, der ÖSV warnt. Am Mittwochabend trifft Ospelt die ÖSV-Spitze.

3 Min. Lesezeit snowpost

Symbolbild: Ski alpin
Foto: Gürkan Sengün / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Der neue FIS-Präsident Alexander Ospelt hat die Pläne des Internationalen Ski- und Snowboardverbandes für Weltmeisterschaften in jedem nicht-olympischen Jahr verteidigt. Das tat der 58-jährige Liechtensteiner in einem Interview mit dem ORF. Am Mittwochabend, 9. September, trifft er in Innsbruck die Spitze des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV).

Was das FIS-Council plant

Bei seiner Sitzung in Thun stimmte das FIS-Council grundsätzlich dafür, das Konzept weiterzuverfolgen. Demnach soll in jedem nicht-olympischen Jahr eine Weltmeisterschaft stattfinden. Losgehen soll es 2032, vielleicht sogar schon 2028. Endgültig beschlossen ist die Reform bislang nicht.

Derzeit finden die Weltmeisterschaften der Alpinen und Nordischen nur in ungeraden Jahren statt. In einem der beiden geraden Jahre finden Olympische Winterspiele statt. Damit ist jeder vierte Ski-Winter einer ohne klaren Höhepunkt.

Ospelts Argumente

Im ORF sagte Ospelt: „Der WM-Titel bedeutet für Athleten auch finanziell sehr viel. Die Gespräche gab es schon lang, wir würden das jedenfalls zugunsten der Athleten machen. Gleichzeitig geht es auch um kleinere Länder, die mit einer WM mehr neue Ziele hätten.“

Als Ziel nannte er einen konstanten und langfristigen Weltcup-Kalender „mit einer Anfang Februar fix integrierten WM“. „Es ist viel verlässlicher, wenn ich jedes Jahr das gleiche System habe, mit einer WM fix in jedem Februar und danach gibt es einen schönen Abschluss mit dem Weltcupfinal. Ich glaube, das wäre passend und stimmig“, sagte Ospelt. „Aktuell gibt es dafür mehr Pro als Kontra.“

Als neue Märkte nannte Ospelt ausdrücklich China, Japan und Südkorea: „Dort eine WM zu veranstalten und ihnen die Chance zu geben, Teil eines größeren Systems zu werden, ist für alle von Vorteil.“ Laut Ospelt würden auch kleinere Ski-Nationen profitieren, die zwar bei einer WM, aber nicht im Weltcup dabei sind. Nach seiner Einschätzung könnten auch Veranstalter von der Reform profitieren. „In Summe bringt das die gesamte Skifamilie enger zusammen. Ich erkenne in diesem Plan viele Vorteile“, sagte der FIS-Präsident.

Laut ORF stellte Ospelt nicht infrage, dass zusätzliche Weltmeisterschaften auch der FIS finanziell zugutekommen würden. Die Idee jährlicher Titelkämpfe hatte er schon bei seiner Bewerbung um das Präsidentenamt vorgestellt. Nach seinen Angaben gab es bei einem Workshop weder von den Athleten noch von deren Vertretern negative Rückmeldungen. „Dass es jetzt so heiß diskutiert wird, begrüße ich absolut“, sagte Ospelt. Er wolle nichts falsch machen und „alle in die neue Diskussion einbeziehen“.

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Reaktionen von ÖSV und Swiss-Ski

Der ÖSV hatte die Kommunikation der Pläne bemängelt und ein solches Modell als „aus sportlicher und strategischer Sicht nicht sinnvoll“ bezeichnet. „Eine Weltmeisterschaft muss etwas Besonderes bleiben“, teilte der Verband mit. „Eine nahezu jährliche Austragung birgt aus ÖSV-Sicht die große Gefahr einer Inflationierung und damit einer schleichenden Entwertung des sportlichen Stellenwerts einer Weltmeisterschaft und eines WM-Titels.“ Der ÖSV fürchtet außerdem, dass einzelne Weltcup-Saisons und Weltcup-Veranstaltungen an Bedeutung verlieren. Kritiker fühlten sich an die umstrittenen WM-Expansionspläne von FIFA-Präsident Gianni Infantino erinnert.

Swiss-Ski hält die Idee laut „Blick“ für „absolut prüfenswert“ und ist „grundsätzlich offen“ dafür. „Es wäre eine WM mehr in vier Jahren. Das kann, wenn richtig aufgesetzt, einen Mehrwert bringen“, sagte Co-CEO Diego Züger.

Treffen in Innsbruck

Laut watson.ch will Ospelt die Österreicher als einen der wichtigsten Verbände an Bord holen. Am Mittwochabend, 9. September, trifft er sich in Innsbruck mit der ÖSV-Spitze, um den nicht beschlossenen Plan zu besprechen.

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