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Freitag, 16. Oktober 2026

Skispringen

Reisch holt Silber, Bayer Dritter – DSV-Doppelerfolg in Hinterzarten

Agnes Reisch gewinnt am Samstag die erste ICC-Konkurrenz und belegt am Sonntag Rang zwei hinter Nika Prevc. Ben Bayer komplettiert das DSV-Wochenende mit Platz drei im Continental Cup.

2 Min. Lesezeit snowpost

FIS Ski Jumping World Cup Women normal hill Hinzenbach 2023 - Competition Round Ski Jumping HS 90, Picture shows: Agnes Reisch (GER)
Foto: Granada / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Reisch – Sieg am Samstag, Silber am Sonntag

Agnes Reisch hat das Doppelwochenende in Hinterzarten mit einem Doppelpodium abgeschlossen. Am Samstag gewann die bayerische Athletin die erste Damen-Konkurrenz der Intercontinental Cup-Saison 2026/27. Sie profitierte dabei von der Disqualifikation der Vorjahresfavoritin Nika Prevc, deren Anzug die FIS-Vorschriften zur Luftdurchlässigkeit nicht erfüllte. Mit Weiten von 106,5 m und 106 m ließ Reisch die beiden Chinesinnen Wang Liangyao (2.) und Ping Zeng (3.) hinter sich.

Der Sonntag gehörte dann Prevc, die nach dem Regelkonflikt mit einem bereinigten Anzug zurückkehrte und mit Sprüngen auf 104,5 m und 109 m klar dominierte. Reisch hielt mit 99,5 m und 105,5 m dagegen und sicherte sich Silber — ein respektables Ergebnis direkt hinter einer der stärksten Springerinnen der Welt. Wang Liangyao belegte erneut Rang drei (103 m / 102,5 m).

Für den DSV ist das Wochenende ein ermutigender Saisonstart: Reisch hat sich als direkter Konkurrenz für die Spitze der ICC-Gesamtwertung empfohlen. Ihre Konstanz über zwei Tage — Sieg und Silber — zeigt, dass sie den nächsten Schritt in der Weltklasse machen kann, wenn Prevc in einer der kommenden Konkurrenten ausnahmsweise fehlt oder schwächelt.

Ben Bayer springt auf das Continental-Cup-Podium

Bei den Herren war es Ben Bayer, der für den zweiten deutschen Podiumsplatz des Wochenendes sorgte. Im zweiten Continental Cup-Springen am Sonntagnachmittag belegte der DSV-Springer Rang drei mit Weiten von 105 m und 102 m — hinter dem überlegenen Sieger Clemens Aigner (Österreich, 107,5 m / 109,5 m) und dessen Landsmann Raffael Zimmermann (104 m / 104 m).

Aigner hat sich damit im Sommer-Continental Cup eine Sonderstellung erarbeitet: Vier Siege in vier Springen in Serie machen ihn zum dominantesten Springer auf diesem Niveau. Der Deutsche Bayer profitiert von einem dichten Mittelfeld, in dem er sich mit seiner konstanten Technik behaupten kann. Ein erster Continental-Cup-Podiumsplatz in der neuen Saison ist ein solides Signal für die Weltcup-Vorbereitung.

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Hinterzarten als Dreifach-Testlabor

Hinterzarten richtete in diesem Wochenende gleichzeitig FIS Cup, Continental Cup und Intercontinental Cup aus — alle drei Entwicklungsserien unterhalb des Weltcups. Im FIS Cup, der Einstiegsserie, gewann der Österreicher Jakob Steinberger mit klarem Vorsprung. DSV-Springer waren in der Spitze dieser Konkurrenz nicht vertreten.

Das Modell, alle drei Serien gleichzeitig am selben Ort auszutragen, erleichtert den Verbänden die Logistik und gibt Selektionsentscheidungen eine breitere Datenbasis. Für den DSV liefert das Wochenende klare Anhaltspunkte: Reisch gehört zu den Top-Athletinnen im ICC, Bayer ist im Continental Cup podiumsfähig. Beide werden ihre Positionen in den nächsten Wochen vor dem Weltcup-Auftakt weiter festigen wollen.

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