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Samstag, 17. Oktober 2026

Biathlon

Loop One in München: Jeanmonnot und Co. schwänzen den Biathlon-Auftakt

Das Loop One Festival in München eröffnet die Biathlon-Saison – ohne Lou Jeanmonnot, Quentin Fillon-Maillet und mehrere Schweden. Frankreichs Trainer kritisiert das Format.

3 Min. Lesezeit snowpost

Lou Jeanmonnot
Foto: Pavel Hrdlička / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Der Münchner Olympiapark wird an diesem Wochenende wieder zur Biathlon-Arena – doch einige der größten Namen fehlen. Beim zweiten Loop One Festival der IBU am 17. und 18. Oktober verzichten unter anderem Lou Jeanmonnot und Quentin Fillon-Maillet auf einen Start. Statt im Supersprint auf Skirollern um den Olympiasee anzutreten, bleiben sie bei ihrem ursprünglichen Trainingsplan. Frankreichs Cheftrainer übt deutliche Kritik am Format.

Frankreich, Tschechien und Schweden dünnen aus

Die Liste der Absagen ist lang. Neben Gesamtweltcupsiegerin und Olympiasiegerin Jeanmonnot und Fillon-Maillet fehlen aus dem französischen Team auch Camille Bened, Justine Braisaz-Bouchet und Oscar Lombardot. Sie bestreiten am selben Wochenende den Summer Tour in Arçon im Doubs, während ein Teil der französischen Mannschaft nach München reist.

Auch Tschechien verzichtet auf prominente Athletinnen: Tereza Voborníková, Markéta Davidová und Tereza Vinklárková sind nicht dabei. Schweden muss gleich mehrere Stars ersetzen. Sebastian Samuelsson und Jesper Nelin fehlen krankheitsbedingt, Hanna Öberg und Linn Gestblom sind schwanger und setzen ohnehin aus.

Ganz anders Norwegen: Der Verband schickt elf Skijägerinnen und Skijäger nach München, darunter fast das komplette Olympia-Team.

„Sportlich ergibt das keinen Sinn“

Frankreichs Cheftrainer Stéphane Bouthiaux machte gegenüber norwegischen Medien keinen Hehl aus seiner Skepsis. Das Festival sei gut organisiert, sportlich aber zu unberechenbar und ergebe keinen Sinn, sagte er sinngemäß. Zugleich räumte er ein, dass sich sein Verband von der IBU unter Druck gesetzt gefühlt habe, eine starke Mannschaft zu schicken – man habe die Planung daher angepasst und das Team aufgeteilt.

Hintergrund der Kritik ist das Format: Rund 60 Athletinnen und Athleten kämpfen um nur 15 Finalplätze. Wer im Vorlauf scheitert, reist für wenige Minuten Wettkampf mehrere Tage durch Europa – und das mitten in einer entscheidenden Phase der Saisonvorbereitung. Viele Stars halten den Termin im Oktober deshalb für schlecht platziert.

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Titelverteidiger Perrot und Vittozzi am Start

An Attraktivität mangelt es dem Event trotzdem nicht. Die Vorjahressieger Eric Perrot und Lisa Vittozzi kehren zurück, um ihre Titel zu verteidigen. Für Deutschland gehen bei den Frauen unter anderem Janina Hettich-Walz, Vanessa Voigt, Julia Tannheimer und Johanna Puff an den Start. Die Premiere im Vorjahr hatte rund 50.000 Fans in den Olympiapark gelockt, der Eintritt auf das Festivalgelände ist erneut frei.

Gelaufen wird auf einer 1,8 Kilometer langen Runde, geschossen wird auf 50 Meter am Olympiasee. In den Vorläufen stehen zwei Schießeinlagen an, in den Finals vier. An beiden Tagen gibt es für Frauen und Männer jeweils Qualifikation und Finale. Als prominente Gäste werden Johannes Thingnes Bø und Dorothea Wierer erwartet; Bø ist zudem bei der Mitmach-Aktion „Biathlon4All“ für Kinder und Jugendliche dabei.

Die ARD überträgt am Samstag und Sonntag jeweils von 15:30 bis 17:00 Uhr, zusätzlich gibt es Livestreams bei Eurosport und in der Sportschau. Der Weltcup-Winter beginnt danach am 26. November im finnischen Kontiolahti – erst dort zeigt sich, ob der Verzicht auf München für Jeanmonnot und Co. die richtige Entscheidung war.

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