Die Adler-Skisprungschanze im Schwarzwald wird dieses Wochenende zum Mittelpunkt der frühen FIS-Saison: Vom 25. bis 27. September richtet Hinterzarten gleichzeitig FIS Cup, Continental Cup und Intercontinental Cup auf dem HS109-Bakken aus. Dass drei verschiedene FIS-Serienformate in einer einzigen Woche an derselben Anlage stattfinden, ist im Skispringen-Kalender eine Ausnahme — und macht Hinterzarten zu einem der logistisch dichtesten Programmfenster vor dem Weltcup-Auftakt.
Drei Formate, ein Bakken, ein Wochenende
Der FIS Cup eröffnet das Programm am Freitag und Samstag (25./26. September). Continental Cup und Intercontinental Cup folgen am Samstag und Sonntag (26./27. September), sodass am Samstag alle drei Serien parallel in Betrieb sind. Für Athleten, Trainer und Scouts bietet diese Überschneidung eine seltene Gelegenheit, Springer verschiedener FIS-Leistungsklassen innerhalb von 48 Stunden in derselben Anlage zu beobachten — und für die Aktiven selbst bedeutet es die Möglichkeit, binnen einer Woche mehrere Starts zu sammeln.
Das französische Springerteam gab am 22. September seinen Kader für alle drei Veranstaltungen bekannt. Im Intercontinental Cup der Damen werden Lou Alaphilippe, Mathilde Bacconnier, Capucine Mesnil und Marie Thomas-Couturaud starten — eine Aufstellung, die Frankreichs gewachsene Damenmannschaft weiter unter Beweis stellt, nachdem Anna Twardosz (Polen) zuletzt die Grand-Prix-Rennen in Rasnov dominiert hatte.
Schlussakkord der Vorsaison
Hinterzarten folgt unmittelbar auf das letzte Sommer-Grand-Prix-Rennen, das am 20. September in Rasnov (Rumänien) zu Ende gegangen ist. Naoki Nakamura (Japan) gewann dort das Tagesrennen und sicherte sich den Gesamtsieg im Herren-Grand-Prix; Jason Colby (USA) wurde historisch als erster US-amerikanischer Sieger eines Grand-Prix-Einzelrennens seit mehr als 40 Jahren. Mit dem Abschluss der GP-Saison rücken Continental Cup, FIS Cup und Intercontinental Cup ins Zentrum — als direkte Verbindung zwischen Sommer und Weltcup-Betrieb.
Für Springer, die an der Grand-Prix-Serie nicht teilgenommen haben oder sich von Verletzungen zurückarbeiten, sind die drei Hinterzarten-Serien die letzten strukturierten Wettkampffenster vor dem Weltcup-Auftakt. FIS-Punkte aus dem Continental Cup sind für die nationale Quotenregelung relevant; wer jetzt gute Resultate zeigt, verbessert seine Chancen auf ein Startrecht im Winter.
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Die Adler-Skisprungschanze ist einer der ältesten und bekanntesten Skisprungorte Deutschlands. Für den Deutschen Ski-Verband bedeutet das Heimwochenende eine natürliche Kulisse, um den Kaderstand vor dem Saisonstart zu prüfen. Junge Aktive, die sich für höhere FIS-Ebenen empfehlen wollen, bekommen hier direkten Vergleich mit internationaler Konkurrenz — ohne die logistischen Kosten einer langen Auslandsreise.
Die Anlage im südlichen Schwarzwald hat in den vergangenen Jahrzehnten regelmäßig Athleten hervorgebracht, die später im Weltcup Fuß gefasst haben. Das Drei-Serien-Format dieses Wochenendes bedeutet, dass auch leistungsstarke Aktive aus Nationen mit kleinerem FIS-Budget die Anreise amortisieren können, indem sie in mehreren Wettbewerben starten.
Vollständige Startlisten werden in den kommenden Tagen auf fis-ski.com veröffentlicht. Der FIS-Weltcup 2026/27 eröffnet im November; das Hinterzarten-Wochenende ist damit das letzte große strukturierte Wettkampffenster, das Springer und Nationen nutzen können, bevor der reguläre Saisonbetrieb einsetzt.



