Eine Woche vor dem Weltcup-Auftakt am Rettenbachgletscher steht das österreichische Aufgebot fest: Neun Frauen und acht Männer schickt der ÖSV zu den beiden Riesentorläufen in Sölden am 24. und 25. Oktober. Mit dabei ist ein Debütant, eine Rückkehrerin – und es gibt zwei prominente Lücken. Der Verband gab die 17 Namen am Freitagabend bekannt, nachdem die letzten Plätze in internen Qualifikationsläufen vergeben worden waren.
Scheib als Titelverteidigerin, Haaser zurück
Angeführt wird das Frauenteam von Julia Scheib, die als Titelverteidigerin an den Rettenbachferner zurückkehrt und im Riesentorlauf die Nummer eins der Welt ist. Neben ihr stehen Stephanie Brunner, Natalie Falch, Franziska Gritsch, Ricarda Haaser, Victoria Olivier, Leonie Raich, Elena Riederer und Valentina Rings-Wanner im Aufgebot.
Besonders bemerkenswert ist die Rückkehr von Ricarda Haaser. Die Tirolerin hat sich nach einem Schienbeinkopfbruch zurückgekämpft und sich einen Fixplatz für den Auftakt gesichert. Falch, Riederer und Rings-Wanner lösten ihre Tickets dagegen erst in der internen Qualifikation am Freitag.
Bitter ist der Ausfall von Nina Astner. Die Tirolerin zog sich bei einem Trainingssturz eine Verletzung am rechten Unterschenkel zu und kann in Sölden nicht starten. Laut ÖSV ist die Blessur nicht schwerwiegend. Für sie rückt Leonie Raich ins Team.
Eisner feiert Heim-Debüt
Bei den Männern führen Stefan Brennsteiner und Marco Schwarz die Mannschaft an. Schwarz war im Vorjahr in Sölden Zweiter: Marco Odermatt gewann in einer Gesamtzeit von 1:56,03 Minuten mit 0,24 Sekunden Vorsprung auf den Kärntner, der Norweger Atle Lie McGrath wurde Dritter. Komplettiert wird das Team durch die Brüder Lukas und Patrick Feurstein, Raphael Haaser, Joshua Sturm, Noel Zwischenbrugger und Jakob Eisner.
Für den 23-jährigen Kärntner ist es der erste Weltcup-Einsatz überhaupt – und das gleich beim Heimrennen vor großer Kulisse. Eisner sicherte sich einen der letzten Startplätze in der internen Qualifikation am Freitag. Gemeinsam mit Falch, Riederer und Rings-Wanner gehört er zu jenem Quartett, das sich die Tickets erst in diesen Ausscheidungsläufen erkämpfte.
Ski AlpinFIS-Beben geht weiter: Trinkl lehnt Waldner-Nachfolge abNicht dabei ist Vincent Kriechmayr. Der Speed-Spezialist hat sich gegen einen Start beim Riesentorlauf-Opening entschieden. Damit bleibt Österreichs Männerteam in Sölden ein reines Technik-Aufgebot.
Piste freigegeben, Frauen starten am Samstag
Die sportlichen Rahmenbedingungen sind geklärt: Die FIS hat die Strecke am Rettenbachgletscher bei der Schneekontrolle freigegeben, das Opening findet wie geplant vom 23. bis 25. Oktober statt. Nach der Startnummernauslosung am Freitagabend, 23. Oktober, eröffnen die Frauen den Weltcup-Winter am Samstag, 24. Oktober, mit dem Riesentorlauf – erster Durchgang um 10 Uhr, Finale um 13 Uhr. Am Sonntag folgen die Männer.
Für die Österreicherinnen geht es vor allem darum, an die starke Vorsaison von Scheib anzuknüpfen. Bei den Männern wartet mit Odermatt erneut der Seriensieger, der im Vorjahr den Riesentorlauf in Sölden gewann und dort seine Jagd auf den nächsten Gesamtweltcup startete. Ob Brennsteiner, Schwarz oder Feurstein ihm diesmal gefährlich werden können, zeigt sich am 25. Oktober.



