Schwedens Biathlon-Frauen verlieren für den kommenden Winter eine weitere Stütze, diesmal aus erfreulichem Grund: Linn Gestblom ist schwanger und wird die gesamte Saison 2026/27 verpassen. Die 32-Jährige machte die Nachricht am Samstag auf Instagram öffentlich. „Diesen Winter werde ich den Biathlon vom Fernsehsofa aus verfolgen. Wenn alles gut geht, werden wir im März Eltern“, schrieb sie.
Damit fehlt Gestblom nicht nur im Weltcup, der am 26. November im finnischen Kontiolahti beginnt, sondern auch bei der Weltmeisterschaft im estnischen Otepää vom 10. bis 21. Februar 2027. Für das schwedische Team ist es nach dem Ausfall von Hanna Öberg bereits die zweite große Lücke.
Zweite Babypause im schwedischen Team
Hanna Öberg hatte bereits im Juli bekanntgegeben, dass sie und ihr Lebensgefährte, der Biathlet Martin Ponsiluoma, ihr erstes Kind erwarten. Die 30-Jährige setzt den Winter ebenfalls komplett aus. Wie SVT anmerkt, geht Schweden damit ohne zwei der vier Athletinnen in die Saison, die bei den Olympischen Spielen von Mailand-Cortina im Februar 2026 Staffelsilber gewonnen hatten.
Die Reaktionen aus dem Team fielen herzlich aus. Cheftrainer Johannes Lukas kommentierte den Beitrag laut Sportbibeln mit „Glückwunsch. Team Babyboom.“ Teamkollege Sebastian Samuelsson, selbst bereits Vater, schrieb: „Das Beste im Leben.“ Auch Langläuferin Stina Nilsson gratulierte mit Emojis.
Comeback nach langer Verletzungszeit
Für Gestblom ist es erneut eine Saison abseits der Loipe, allerdings unter, wie SVT schreibt, deutlich schöneren Vorzeichen als zuvor. Die Schwedin war über längere Zeit von Verletzungsproblemen gebremst worden und hatte erst im vergangenen Winter ihr Comeback gegeben. Dieses krönte sie mit dem Einsatz in der olympischen Silberstaffel. Bereits 2022 in Peking hatte sie, damals noch unter ihrem Mädchennamen Linn Persson, als Startläuferin zum historischen Staffelgold der schwedischen Frauen beigetragen.
Dass Gestblom die Saison nun auslässt, trifft die Schwedinnen in der Breite. Gerade in der Staffel war die erfahrene Athletin eine verlässliche Option, um das Team um Elvira Öberg und Anna Magnusson zu komplettieren.
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Auch sonst ist die Personallage im schwedischen Lager vor dem ersten Härtetest angespannt. Laut dem Schwedischen Biathlonverband fehlen Sebastian Samuelsson und Malte Stefansson im anstehenden Trainingslager in Ruhpolding krankheitsbedingt, Jesper Nelin befindet sich nach einer Knieverletzung weiter in der Rehabilitation.
In Ruhpolding versammelt Lukas eine Gruppe um Elvira Öberg, Anna Magnusson, Anna-Karin Heidenberg, Ella Halvarsson, Johanna Skottheim und Sara Andersson sowie unter anderem Martin Ponsiluoma, Viktor Brandt und Zebastian Modin. „Wir hatten in diesem Jahr nicht viele gemeinsame Lehrgänge, deshalb fühlt es sich gut an, die Gruppe noch einmal zu versammeln“, erklärte der Cheftrainer.
Das Camp dient zugleich als Vorbereitung auf das Loop One Festival im Münchner Olympiapark am 17. und 18. Oktober, bei dem 60 der weltbesten Biathletinnen und Biathleten auf Rollski um Qualifikations- und Finalplätze kämpfen. Das endgültige schwedische Aufgebot für München will der Verband Anfang dieser Woche bekanntgeben.



