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Freitag, 16. Oktober 2026

Eiskunstlauf

Malinin stürzt ab: Goldfavorit verpasst Olympia-Podium

Ilia Malinin, der absolute Goldfavorit im Eiskunstlauf der Männer, ist bei den Olympischen Spielen in Mailand-Cortina sensationell vom Podium gestürzt.

3 Min. Lesezeit snowpost

Symbolbild: Eiskunstlauf
Foto: Macic7 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Ilia Malinin, der absolute Goldfavorit im Eiskunstlauf der Männer, ist bei den Olympischen Spielen in Mailand-Cortina sensationell vom Podium gestürzt.

Im Forum di Assago erlebten die Zuschauer einen der größten Schocks dieser Winterspiele: Der US-Amerikaner, der als sicherer Medaillenkandidat galt, brach in seiner Kür völlig ein und landete auf dem achten Platz. Sein Programm war gespickt mit Fehlern aller Art – eine Vorstellung, die niemand in diesem Ausmaß erwartet hatte.

Malinin, der für seine technische Überlegenheit und spektakulären Sprünge bekannt ist, fand im entscheidenden Moment nicht zu seiner Form. Die Kür brachte ihm lediglich die 15. Wertung ein, was in Kombination mit seiner Platzierung nach dem Kurzprogramm zum dramatischen Absturz auf Rang acht führte. Damit verpasste er nicht nur eine Medaille, sondern rutschte sogar hinter den Italiener Daniel Grassl, der vor heimischem Publikum eine solide Leistung zeigte.

Vom Favoriten zum Außenseiter in vier Minuten

Was genau schiefging, lässt sich schwer in Worte fassen. Malinin, der in den vergangenen Jahren die Konkurrenz dominiert hatte, wirkte nervös und unsicher. Technische Elemente, die er normalerweise im Schlaf beherrscht, gerieten zur Stolperfalle. Die Fehler häuften sich, und mit jedem Patzer schwand die Hoffnung auf eine Medaille weiter.

Für den 20-Jährigen ist es ein herber Rückschlag in einer Karriere, die bisher nahezu makellos verlaufen war. Als einer der wenigen Läufer, die den vierfachen Axel im Wettkampf stehen, galt er als der Mann, der das Eiskunstlaufen revolutionieren würde. Doch an diesem Tag in Assago blieb von dieser Klasse nichts übrig.

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Grassl profitiert von Malinins Zusammenbruch

Während Malinin haderte, konnte Daniel Grassl die Gunst der Stunde nutzen. Der Italiener, der im Schatten der großen Favoriten angereist war, zeigte eine fehlerfreie Kür und sicherte sich damit einen Platz in den Top Ten. Vor den begeisterten Fans in der ausverkauften Halle lieferte er eine der besten Leistungen seiner Karriere ab.

Für die Eiskunstlauf-Szene ist Malinins Ausfall ein Schock. Selten hat ein derart klarer Favorit so deutlich versagt, wenn es wirklich darauf ankam. Die Frage, wie er mit dieser Niederlage umgehen wird, bleibt offen. Eines ist sicher: Der Druck bei Olympischen Spielen ist unvergleichlich – und an diesem Tag war er zu groß für den jungen Amerikaner.

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