Verhandlungen neu entfacht — vorerst
Die Winnipeg Jets und die Buffalo Sabres haben ihre Transfergespräche um den dreifachen Vezina-Trophy-Gewinner Connor Hellebuyck wieder aufgenommen. Das berichteten die Insider Chris Johnston und Elliotte Friedman am 9. September. Da beide Teams ihr Trainingslager am 17. September eröffnen, wächst der Druck erheblich — ein Sommer der Gespräche ohne Ergebnis könnte nahtlos in Lagerchaos übergehen.
Hellebuyck (33) bestätigte seinen Wechselwunsch am 27. August öffentlich, nachdem er die Bitte bereits Monate zuvor intern geäußert und die Situation diskret gehalten hatte. Er ist bis zur Saison 2030/31 an die Jets gebunden, mit einem Salary-Cap-Hit von 8,5 Millionen Dollar jährlich — Zahlen, die ihn zu einem der begehrtesten Torhüter auf dem Markt der jüngeren NHL-Geschichte machen.
Warum das Draft-Paket scheiterte
Beim NHL-Draft im Juni hätten beide Klubs beinahe einen Deal abgeschlossen. Buffalo bot seinen vierten Gesamtpick sowie Stürmer Jack Quinn an. Die Verhandlungen platzten, weil Winnipeg zusätzlich den neunten Pick verlangte — eine Forderung, die die Sabres ablehnten.
Das Patt erwies sich als kostspielig. Buffalo nutzte den vierten Pick für WHL-Verteidiger Daxon Rudolph, was jedes neue Kompensationspaket grundlegend verändert. Beide Seiten müssen nun mit anderen Assets neu verhandeln. Insider Elliotte Friedman hob hervor, dass Veränderungen in der Spielerverfügbarkeit seit dem 1. Juli die Gespräche weiter verkomplizieren.
Drei Interessenten und eine hinderliche Klausel
Neben Buffalo haben die Carolina Hurricanes und das Utah Mammoth Interesse bekundet. Carolinas Angebot würde laut Berichten den unsigned RFA-Verteidiger Alexander Nikishin als Kern enthalten, der auf dem Markt verfügbar sein soll. Das Mammoth als jüngster Expansionsklub hätte die Cap-Flexibilität und die Pick-Tiefe, um ein attraktives Paket zu schnüren, und gilt als wilder Außenseiter, der die Verhandlungen aufmischen könnte. Die Florida Panthers — einst als ernsthafte Konkurrenten gehandelt — zogen sich zurück, nachdem sie ihre Assets für Brady Tkachuk (aus Ottawa) und Torhüter Jacob Markstrom ausgegeben hatten.
Ein Buffalo-Paket wäre voraussichtlich auf Torhüter Ukko-Pekka Luukkonen als Herzstück ausgerichtet gewesen. Luukkonen besitzt inzwischen jedoch eine No-Trade-Klausel für fünf Teams seiner Wahl. Die Sabres müssten entweder ein alternatives Ankerstück finden oder Luukkonen davon überzeugen, Winnipeg ausdrücklich aus seiner Schutzliste zu streichen — keineswegs selbstverständlich angesichts der Tatsache, dass der finnische Torhüter in Buffalo gerade seinen Stammplatz als Nummer eins festigt.
Was passiert, wenn kein Deal zustande kommt?
Mit dem Lager in einer Woche und dem Preseason-Auftakt am 19. September droht den Jets ein unbehagliches Szenario: ihr bester Spieler hat offentlich den Wechsel beantragt, die Gespräche laufen ohne Ergebnis, und der Kalender arbeitet gegen eine saubere Lösung. Hellebuyck hat erklärt, seinen Vertrag zu erfüllen und ins Lager zu kommen — doch ein öffentlicher Wechselantrag, der über einer Kabine schwebt, ist selten ein produktives Umfeld.
Winnipeg steht vor der Wahl: vollen Wert für ihren Keeper fordern oder einen günstigeren Return akzeptieren, um die Situation vor dem ersten Preseason-Spiel zu beenden. Hellebuyck hat seine gesamte NHL-Karriere im Jets-Trikot verbracht. Ob dieses Kapitel vor dem 17. September endet, entscheidet sich wohl in den nächsten sieben Tagen.