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Freitag, 16. Oktober 2026

Ski alpin

Ein Jahr nach Franzosos Tod: Familie übergibt Rennausrüstung an Museum

Am ersten Todestag von Matteo Franzoso gedachten die Fiamme Gialle in Predazzo des Abfahrers. Seine Familie übergab Rennanzug, Helm, Schuhe, Stöcke und Fotos an ein Museum.

3 Min. Lesezeit snowpost

Symbolbild: Ski alpin
Foto: Bunny / Wikimedia Commons, Public domain

Am ersten Todestag von Matteo Franzoso haben die Fiamme Gialle in Predazzo an den italienischen Abfahrer erinnert. In der Kapelle „San Matteo“ an der Scuola Alpina der Guardia di Finanza fand am Dienstag, 15. September 2026, eine Gedenkfeier statt. Organisiert hatte sie das V Nucleo Atleti. Mutter Olga, Vater Marcello und Bruder Michele waren nach Predazzo gekommen.

Franzoso war am 15. September 2025 im Alter von 25 Jahren in einer Klinik in Santiago de Chile gestorben. Zwei Tage zuvor war er im Abfahrtstraining in La Parva schwer gestürzt. Dort bereitete er sich mit der italienischen Speed-Nationalmannschaft auf die Saison vor.

Rennanzug, Helm und zwei Fotos für das Museum

Vor der Messe übergab die Familie dem Museo Storico der Scuola Alpina mehrere Gegenstände aus Franzosos Besitz, wie SciareMag berichtete:

  • den Rennanzug der Fiamme Gialle
  • den Helm
  • die Skischuhe
  • die Stöcke
  • zwei Fotos, auf denen er lächelt

Die Gegenstände bleiben im Museum der Schule. Die Messe leitete Don Antonio Zimbone, Militärseelsorger des Regionalkommandos Piemont-Aostatal der Guardia di Finanza. Er hatte der Familie seit Franzosos Tod gemeinsam mit den Fiamme Gialle beigestanden.

Neben Athleten, Trainern und Personal der Fiamme Gialle kamen Freunde und Angehörige aus dem Piemont. Anwesend waren außerdem General Antonio Marco Appella, Kommandant des Centro Sportivo, General Raffaele D’Angelo, der künftig den Sport der Fiamme Gialle leiten soll, Oberst Gabriele Di Paolo, Oberstleutnant Andrea Bergamo und Major Isabella Mancini.

Vom Sestriere in den Weltcup

Franzoso wuchs skisportlich auf den Pisten von Sestriere auf und gehörte seit dem 12. Dezember 2018 den Fiamme Gialle an. Im November 2021 gewann er einen Europacup-Super-G in Zinal. Im Weltcup bestritt er 17 Rennen in Super-G und Abfahrt. 2023 wurde er in La Thuile italienischer Meister in der Alpinen Kombination. Bei den italienischen Juniorenmeisterschaften hatte er dreimal Gold (Slalom, Parallelslalom und Super-G) und einmal Silber (Alpine Kombination) geholt.

Die Fiamme Gialle beschrieben ihn als fröhlichen, ernsthaften jungen Mann, der im Training entschlossen und im Alltag höflich und freundlich gewesen sei. Sein ansteckendes Lächeln, seine Vitalität und seine Energie blieben in Erinnerung. Laut SciareMag endete ihr Gedenken mit den Worten: „Ci manchi Matteo. Ci manchi moltissimo.“ („Du fehlst uns, Matteo. Du fehlst uns sehr.“)

Roda: Auch die Trainer tragen Verantwortung

Am Vortag, dem 14. September, fand in Rovereto eine Podiumsdiskussion zur Sicherheit im Skirennsport statt. Dabei erinnerte FISI-Präsident Flavio Roda an Franzoso und an Matilde Lorenzi, die laut Race Ski Magazine wenige Monate vor ihm gestorben war. Roda sagte:

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„Jeder Trainer achtet von Natur aus auf die Sicherheit. Wäre das nicht so, könnte man diesen Beruf nicht ausüben. […] Es ist wichtig, die Athleten immer an die erste Stelle zu setzen, aber ich glaube, dass auch die Trainer im komplexen Prozess der Sicherheit eine zentrale Rolle spielen.“

Außerdem nannte Roda Homologierer und Kurssetzer, die die Sicherheit der Piste im Blick hätten, sowie äußere Bedingungen und die Gesamtsituation des Athleten.

Wie Race Ski Magazine schreibt, hat der Bundesrat der FISI nach mehreren Unglücken und Verletzungen eine Pflicht zu Schnittschutzhosen für alle eingeführt. Auch Trainings dürfen demnach nur noch auf homologierten Pisten stattfinden. Die FIS hatte im Mai 2025 Airbags zum Schutz des Körpers in den Speed-Disziplinen festgelegt. Laut dem Magazin arbeiten auch Hersteller an Neuerungen und könnten bald neue Projekte vorstellen.

Am Todestag trainierte die italienische Männer-Nationalmannschaft erneut auf den Pisten von La Parva. Dort erinnert ein Holzkreuz an Matteo Franzoso.

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