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Freitag, 16. Oktober 2026

Langlauf

FIS lässt Russen und Belarussen 2026/27 als Neutrale zu

Der FIS-Council hat die Bedingungen festgelegt: Neutralitätserklärung, nur Einzelwettbewerbe, keine Flaggen, Hymnen oder Uniformen.

3 Min. Lesezeit snowpost

Athleten und Betreuer aus Russland und Belarus dürfen in der Saison 2026/2027 unter Auflagen an FIS-Wettkämpfen teilnehmen. Das hat der FIS-Council entschieden und am Mittwoch offiziell bekanntgegeben. Laut skispringen.com und LAOLA1 tagte der Council im schweizerischen Thun, laut LAOLA1 zwei Tage lang. Die Meldung der Nachrichtenagentur AP trägt dagegen die Ortsmarke Oberhofen. Eine wesentliche Bedingung ist eine unterschriebene Neutralitätserklärung.

Neutralitätserklärung als Voraussetzung

In der Mitteilung des Weltverbandes heißt es laut skispringen.com:

„Der FIS Council hat die Situation überprüft und entschieden, dass Athleten und Betreuer aus den beiden Ländern Zugang zu FIS-Wettkämpfen erhalten können, sofern sie eine Neutralitätserklärung unterzeichnen, die auf einer Reihe von von der FIS festgelegten Grundsätzen basiert.“

Laut skispringen.com wird nicht nur bei der Zulassung geprüft. „Die Einhaltung dieser Neutralitätsgrundsätze wird fortlaufend überwacht, bei Verstößen sind Sanktionen möglich“, stellt die FIS klar. Laut AP gilt die Regelung auch für Trainer und Offizielle.

Nur Einzelwettbewerbe, keine nationalen Symbole

Die Auflagen im Überblick:

  • Nur Einzelwettbewerbe: Die Zulassung betrifft laut LAOLA1 nur Einzelsportler und gilt nicht für Team-Konkurrenzen.
  • Keine nationalen Symbole: „Es dürfen keine nationalen Symbole wie Flaggen, Hymnen oder Uniformen gezeigt werden“, heißt es in der FIS-Mitteilung.
  • Anti-Doping: Die zugelassenen Sportler müssen sämtliche geltenden Anti-Doping-Anforderungen erfüllen.

Laut AP hat der FIS-Council damit seine Regelung für neutrale Athleten für den Winter verlängert, der im kommenden Monat beginnt. Wie LAOLA1 schreibt, bedeuten die Bestimmungen eine Lockerung für die Aktiven beider Länder, die wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine seit Februar 2022 weitgehend von der Sportbühne verbannt sind.

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Der Weg über den CAS

Im Oktober 2025 hatte sich der FIS-Council gegen eine Teilnahme russischer und belarussischer Athleten als Individual Neutral Athletes (AIN) an den Qualifikations-Wettkämpfen für die Olympischen Winterspiele 2026 ausgesprochen. Dagegen zogen der russische und der belarussische Skiverband sowie mehrere Athleten vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS. Er gab den Klägern teilweise Recht. Im Dezember stellte das Gericht klar, dass russische Athleten mit neutralem Status grundsätzlich an sämtlichen FIS-Wettkämpfen teilnehmen dürfen.

Laut AP öffnete das Urteil die Tür zu Weltcups in Ski alpin, Langlauf, Freestyle und Snowboard, in denen um die Qualifikation für die Olympischen Spiele Mailand Cortina im Februar gekämpft wurde. Laut skispringen.com führte die FIS danach ein individuelles Prüfverfahren ein. Verlangt wurde unter anderem strikte Neutralität seit Kriegsbeginn. Ausgeschlossen werden können zum Beispiel Sportler mit Verbindungen zum russischen oder belarussischen Militär oder zu staatlichen Sicherheitsorganen sowie Athleten, die den Krieg öffentlich unterstützt haben.

Hürde Visum

Laut AP dürften russische Athleten und Teamoffizielle weiterhin Schwierigkeiten haben, Visa für einige europäische Länder zu bekommen, die Weltcuprennen ausrichten.

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