Domen Prevc hält an seinem ungewöhnlichen Vorbereitungsplan fest: Der slowenische Gesamtweltcupsieger der vergangenen Saison wird am kommenden Wochenende im Continental Cup in Hinterzarten starten. Schon am vergangenen Wochenende war der 27-Jährige in Stams auf der zweiten Ebene des Skisprungs angetreten.
Rhythmus nach langer Pause
Prevc hatte in der vergangenen Saison den Gesamtweltcup, die Vierschanzentournee und olympisches Gold gewonnen. Im Sommer verzichtete er lange auf internationale Wettkämpfe. Die Starts im Continental Cup sollen ihm nun nach der langen Wettkampfpause wieder Rhythmus geben und die Arbeit aus der Sommervorbereitung unter Wettkampfbedingungen auf die Probe stellen. Laut skispringen.com trifft er dort auf ein kleineres, aber leistungsstarkes Feld als im Sommer-Grand-Prix.
„Wir haben uns entschieden, nach Hinterzarten zu den Wettkämpfen zu fahren, um diesen Rhythmus beizubehalten. Für mich ist das ein gutes Training für den Winter“, sagte Prevc der slowenischen Sportzeitung „Ekipa“.
Schanzenrekord und Podest in Stams
In Stams bestritt Prevc seinen ersten internationalen Wettkampf des Sommers. Am Samstag lag er nach 96 Metern im ersten Durchgang zunächst nur auf Rang 28. Mit 121,5 Metern im zweiten Durchgang stellte er einen neuen Schanzenrekord auf und verbesserte sich auf Platz 17.
Am Sonntag sprang Prevc 113,5 und 112 Meter und wurde Dritter hinter Clemens Aigner und Raffael Zimmermann. Der Österreicher Aigner gewann damit beide Springen in Stams. In der Gesamtwertung des Sommer-Continental-Cups liegt Prevc nach dem ersten Wochenende mit 74 Punkten auf Rang sechs.
Arbeit an Material und Flugphase
Den Sommer nutzte Prevc für Veränderungen am Material, auch seinen Sprungstil wollte er etwas anpassen. Gemeinsam mit Skibauer Peter Slatnar analysierte er bereits kurz nach Saisonende, wo sich bei Skiern, Bindungen und Schuhen weitere Verbesserungen erzielen lassen.
SkispringenDM-Krimi in Hinterzarten: Raimund schlägt Wellinger, Reisch holt Gold„Ich kann es kaum erwarten, die noch nicht funktionierenden Elemente zu verbessern und die gewünschte Qualität zu erreichen. Es gibt noch viele Fehler, und es gibt noch viel zu verbessern“, sagte Prevc.
Sein Fazit nach den ersten Wettkampfsprüngen fällt dennoch positiv aus: „Ich sehe, dass ich in der Luft Fortschritte gemacht habe, wo ich entspannt bin. Aber wir müssen die Geschwindigkeit und die Höhe verbessern, die ich in der zweiten Flugphase nutzen kann.“
Der weitere Fahrplan
Nach Hinterzarten stehen im Continental Cup noch zwei Wettbewerbe in Klingenthal auf dem Programm. Der Sommer-Grand-Prix, der am vergangenen Wochenende in Râșnov Station machte, pausiert bis zum 24. Oktober; seine letzte Station ist ebenfalls Klingenthal. Der Weltcup beginnt am 20. November in Lillehammer.



