Janina Hettich-Walz und Philipp Horn sind die ersten Deutschen Meister 2026. Zum Auftakt der Deutschen Biathlon-Meisterschaften am Notschrei im Schwarzwald haben beide am Freitag ihre Titel im kurzen Einzel verteidigt. Die Damen liefen 12,5 Kilometer, die Herren 15 Kilometer, jeweils mit vier Schießeinlagen.
Rollski und Strafrunden statt Zeitstrafen
Gelaufen wurde im Nordic Center am Notschrei auf Rollski. Wie schon im Vorjahr wurde das Reglement für den Einzellauf geändert: Statt Zeitstrafen gab es Strafrunden, um den Fokus stärker auf die Laufleistung zu legen. Bei den Damen gingen 37 DSV-Athletinnen sowie die Gäste Alina Stremous und Susanne Meinen an den Start.
Hettich-Walz gewinnt mit über einer Minute Vorsprung
Janina Hettich-Walz vom SC Schönwald blieb im ersten Anschlag fehlerfrei und ließ danach in jedem der drei folgenden Schießen eine Scheibe stehen. Trotz der drei Strafrunden kam sie mit 1:04,8 Minuten Vorsprung ins Ziel. Der Schwarzwälder Bote schreibt, die Schönwälderin habe ihren Heimvorteil genutzt. 2025 hatte sie bei der DM am Arber nach ihrer Babypause die Titel im kurzen Einzel und im Sprint gewonnen und Silber in der Verfolgung geholt.
Silber ging an Johanna Puff (SC Bayerischzell), die erst im letzten Anschlag zwei Scheiben verfehlte. Puff hatte die vergangene Saison wegen einer Herzmuskelentzündung vorzeitig beenden müssen und sich mit Rücktrittsgedanken getragen.
Bronze holte Julia Tannheimer (DAV Ulm). Sie startete mit zwei Fehlern, schoss dann zweimal fehlerfrei und musste im entscheidenden Schießen noch drei Strafrunden laufen. Laut xc-ski.de sicherte sie sich Bronze durch eine starke Leistung auf den Rollern und komplettierte das Podest „in ihrem Heimstadion“; der Schwarzwälder Bote nennt sie eine weitere lokale Athletin, die am Skiinternat in Furtwangen war. Für Hettich-Walz und Tannheimer war der Auftakt laut der Zeitung ein „Heimspiel“.
BiathlonFrankreichs Biathleten: Sieben kämpfen in Geilo um fünf Weltcup-Plätze- 4. Julia Kink (4 Fehler)
- 5. Vanessa Voigt (fehlerfrei)
- 6. Julia Vogler (SC Gosheim)
Horn fehlerfrei, Kaskel auf dem Podest
Philipp Horn (SV Frankenhain) traf alle Scheiben in den vier Schießeinlagen und siegte über 15 Kilometer laut xc-ski.de in 35:14,6 Minuten, laut Schwarzwälder Bote in 35:14 Minuten. Laut der Zeitung wiederholte der DSV-Kaderathlet damit seine Einzel-Siege aus den vergangenen beiden Jahren.
Zweiter wurde wie im Vorjahr Lucas Fratzscher, mit drei Strafrunden und 1:23,8 Minuten Rückstand. xc-ski.de nennt als seinen Verein den WSV Oberhof, der Schwarzwälder Bote den SV Oberhof. Dahinter landete der 22-jährige Fabian Kaskel vom SC Todtnau, laut xc-ski.de 8,4 Sekunden, laut Schwarzwälder Bote acht Sekunden hinter Fratzscher. Der Lokalmatador lag lange in Führung und leistete sich erst im letzten Anschlag eine Strafrunde.
Roman Rees vom SV Schauinsland, laut Schwarzwälder Bote der Mann mit dem kürzesten Anreiseweg, kam mit fünf Schießfehlern auf Rang 13 und lobte die Rahmenbedingungen.



