Mikaela Shiffrin hat im ersten Durchgang des olympischen Slaloms in Cortina d'Ampezzo eine beeindruckende Machtdemonstration gezeigt und sich mit 82 Hundertstelsekunden Vorsprung an die Spitze gesetzt.
Die US-Amerikanerin dominierte die Strecke nach Belieben und fuhr in allen Sektoren Bestzeit – ein Statement der Ausnahmekönigerin, die in dieser Saison bereits mehrfach ihre Überlegenheit im technischen Bereich unter Beweis gestellt hat. Trotz einer kleinen Unsicherheit in einer Torkombination im mittleren Streckenteil baute Shiffrin ihren Vorsprung kontinuierlich aus und zeigte besonders im Schlussteil eine atemberaubende Geschwindigkeit.
Die 29-Jährige, die 2014 in Sotschi bereits Olympiagold im Slalom gewonnen hatte, präsentierte sich in Bestform. Nach einem soliden Start arbeitete sie sich durch die anspruchsvolle Strecke und fand zunehmend ihren Rhythmus. Während andere Fahrerinnen in den technisch heiklen Passagen Zeit verloren, beschleunigte Shiffrin kontinuierlich.
Shiffrin zeigt ihre Klasse im Schlussteil
Besonders eindrucksvoll war die Leistung der Amerikanerin im finalen Streckenabschnitt. Nachdem sie in der Mitte des Kurses kurz gezögert hatte, drehte sie im unteren Teil richtig auf und zeigte genau jene Dominanz, die sie in dieser Saison auszeichnet. Die TV-Kommentatoren zeigten sich beeindruckt: "Mamma mia, che velocità!" – "Meine Güte, was für eine Geschwindigkeit!"
Der Vorsprung von 82 Hundertstelsekunden auf die Konkurrenz ist beachtlich und verschafft Shiffrin eine komfortable Ausgangsposition für den zweiten Durchgang. Experten schätzen, dass ohne die kleine Unsicherheit in der Torkombination sogar ein Vorsprung von über einer Sekunde möglich gewesen wäre – ein Zeichen für das außergewöhnliche Niveau, auf dem die Slalom-Spezialistin derzeit unterwegs ist.
Olympisches Slalom-Gold in Reichweite
Mit dieser überragenden ersten Manche hat sich Shiffrin in eine ausgezeichnete Position gebracht, um ihre olympische Slalom-Medaillensammlung zu erweitern. Die mehrfache Weltcupsiegerin hat in dieser Saison ihre Vormachtstellung im Slalom eindrucksvoll untermauert und geht als klare Favoritin in den Entscheidungslauf.
Für die Konkurrenz wird es schwer, diesen Rückstand aufzuholen. Shiffrin hat nicht nur technisch überzeugt, sondern auch mental Stärke bewiesen, indem sie nach einem kleinen Fehler sofort wieder angriff und im Schlussteil nochmals zulegte. Die "Her Majesty" des Slaloms, wie sie von italienischen Medien genannt wird, hat einmal mehr gezeigt, warum sie zu den erfolgreichsten Skirennläuferinnen aller Zeiten zählt.