Wednesday, March 25, 2026
Evan Bichon über den emotionalen Weg nach Milano-Cortina
Photo: @TeamCanada / X

Evan Bichon über den emotionalen Weg nach Milano-Cortina

Der kanadische Olympionike Evan Bichon spricht offen über den emotionalen Weg zu den Olympischen Spielen in Milano-Cortina.

Der kanadische Olympionike Evan Bichon spricht offen über den emotionalen Weg zu den Olympischen Spielen in Milano-Cortina, nachdem er im November seine Mutter verloren hat.

Für die meisten Athleten sind die Olympischen Winterspiele der Höhepunkt ihrer Karriere. Doch für Evan Bichon waren die Spiele in Milano-Cortina weit mehr als nur ein sportlicher Wettkampf. In einem emotionalen Interview sprach der kanadische Athlet über die persönlichen Herausforderungen, die seinen Weg zu den Spielen prägten.

Im November verlor Bichon seine Mutter, die im Sommer zuvor die Diagnose Krebs erhalten hatte. Diese tragische Nachricht veränderte seine gesamte Vorbereitung auf die Olympischen Spiele fundamental. "Meine Mutter wurde im Sommer mit Krebs diagnostiziert. Das hat meine Vorbereitung auf die Spiele komplett verändert", erklärte Bichon. "An einem Punkt war ich mir nicht sicher, ob ich überhaupt in der Lage sein würde, die Saison zu bestreiten."

Dass er trotz dieser schwierigen persönlichen Situation an den Start gehen konnte, verdankt der Kanadier vor allem seinem engsten Umfeld. "Das wurde möglich gemacht durch meine Familie und Freunde, die mir geholfen haben, sowie durch einige wichtige Unterstützer, die wirklich für mich da waren und dies möglich gemacht haben", sagte Bichon dankbar.

Mehr als nur ein Wettkampf

Die emotionale Last, die Bichon mit nach Milano-Cortina brachte, unterschied diesen Wettkampf von allen anderen in seiner Karriere. Obwohl er versuchte, das Rennen wie einen normalen Weltcup zu behandeln und auf seine Erfahrung aus zahlreichen vorherigen Wettkämpfen zurückzugreifen, war dieser Tag anders. "Ich habe bei diesem hier mehr Emotionen mitgebracht", gab er zu. "Heute war definitiv etwas Besonderes im Vergleich zu jedem anderen Event, an dem ich teilgenommen habe."

Der lange Weg zu Olympia

Bichons Geschichte verdeutlicht, was viele Zuschauer oft nicht sehen: den enormen persönlichen Einsatz, den jeder Olympionike auf dem Weg zu den Spielen leistet. "Es ist ein langer Weg, um zu den Olympischen Spielen zu kommen", betonte der Kanadier. "Es steckt so viel Arbeit hinter den Kulissen im persönlichen Leben jedes Einzelnen sowie mit seinem Team und allen, die ihn unterstützen."

Die Ausdauer und mentale Stärke, die es braucht, um trotz persönlicher Schicksalsschläge weiterzumachen, sei laut Bichon der entscheidende Faktor. "Die Beharrlichkeit, die es braucht, um im Spiel zu bleiben, engagiert zu bleiben und auf höchstem Niveau zu performen, ist wahrscheinlich der wichtigste Teil, um hierher zu kommen", erklärte er.

Am Ende seiner Ausführungen fasste Bichon seine Gefühle in wenigen Worten zusammen: "Ich bin ziemlich dankbar, hier zu sein." Diese schlichte Aussage trägt angesichts der Umstände, die er durchgemacht hat, ein enormes Gewicht und zeigt die wahre Bedeutung der olympischen Teilnahme jenseits von Medaillen und Platzierungen.

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