Wednesday, March 25, 2026
Lollobrigida holt zweites Gold: Drama über 5000 Meter
Photo: @Eurosport_IT / X

Lollobrigida holt zweites Gold: Drama über 5000 Meter

Francesca Lollobrigida schreibt Eisschnelllauf-Geschichte: Nur fünf Tage nach ihrem olympischen Triumph über 3000 Meter krönt sich die Italienerin auch über 5000 Meter zur Goldmedaillengewinnerin.

Francesca Lollobrigida schreibt Eisschnelllauf-Geschichte: Nur fünf Tage nach ihrem olympischen Triumph über 3000 Meter krönt sich die Italienerin auch über 5000 Meter zur Goldmedaillengewinnerin.

Mit einem dramatischen Schlussspurt sicherte sich Francesca Lollobrigida bei den Olympischen Winterspielen in Milano Cortina ihre zweite Goldmedaille innerhalb weniger Tage. Nach ihrem Sieg über 3000 Meter mit olympischem Rekord dominierte die italienische Eisschnellläuferin auch die längere Distanz über 5000 Meter und demonstrierte dabei eindrucksvoll ihre außergewöhnliche Form.

Die 33-jährige Römerin ging von Beginn an mit hohem Tempo in das Rennen und konnte sich bereits in der ersten Hälfte einen komfortablen Vorsprung erarbeiten. Doch auf den letzten Runden wurde es noch einmal dramatisch: Sichtlich erschöpft kämpfte Lollobrigida mit letzter Kraft um den Erhalt ihrer Führung, während ihre Konkurrentinnen aufholten.

Dramatischer Schlussspurt entscheidet Gold

Die Schlussphase des Rennens hatte es in sich. Mit drei Runden vor dem Ziel schmolz Lollobrigidas Vorsprung auf drei Zehntel zusammen. Die TV-Kommentatoren feuerten die Lokalmatadorin an, während diese mit zunehmend steifer werdender Körperhaltung um jeden Meter kämpfte. "Francesca ist eine roba rigida", kommentierten die italienischen Reporter die verkrampfte Haltung der Athletin in den finalen Metern.

Doch Lollobrigida mobilisierte noch einmal alle Reserven. Mit beiden Armen arbeitend und aus ihrer inneren Kraft schöpfend, rettete sie ihren Vorsprung über die Ziellinie. Am Ende betrug der Abstand zur Zweitplatzierten nur noch eine Zehntelsekunde – ein Wimpernschlag, der über Gold und Silber entschied.

Vierte olympische Medaille für Lollobrigida

Für Francesca Lollobrigida ist es bereits die vierte olympische Medaille ihrer Karriere und die zweite in Gold. Nach ihrem historischen Sieg über 3000 Meter mit olympischem Rekord vor fünf Tagen unterstrich sie mit diesem Triumph ihre Ausnahmestellung im internationalen Eisschnelllauf. Die Doppietta – der Doppelsieg über beide Langstrecken – ist eine Seltenheit bei Olympischen Spielen und unterstreicht Lollobrigidas Dominanz in dieser Disziplin.

Besonders emotional wurde es nach dem Zieleinlauf: Während Lollobrigida erschöpft, aber überglücklich ihre Arme in die Höhe riss, waren auch bei ihrer Trainerin und im italienischen Betreuerteam Tränen der Freude zu sehen. "Per scrivere un'altra storia meravigliosa" – um eine weitere wunderbare Geschichte zu schreiben – hatten die Kommentatoren sie angefeuert, und genau das hat die Ausnahmeathletin geschafft.

Heimspiele als Karrierehöhepunkt

Die Olympischen Winterspiele in Milano Cortina entwickeln sich für Italien zu einem wahren Medaillenfest, und Francesca Lollobrigida steht dabei im Mittelpunkt. Vor heimischem Publikum ihre bisher größten Erfolge zu feiern, macht diese Goldmedaillen noch wertvoller. Mit 33 Jahren zeigt die Römerin, dass Erfahrung und mentale Stärke im Eisschnelllauf entscheidende Faktoren sein können.

Nach zwei Goldmedaillen in fünf Tagen stellt sich nun die Frage, ob Lollobrigida bei diesen Spielen noch weitere Edelmetall-Chancen hat. Ihre aktuelle Form lässt jedenfalls vermuten, dass die italienische Eisschnelllauf-Königin noch nicht am Ende ihrer Möglichkeiten angelangt ist.

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