Antoinette De Jong hat bei den Olympischen Winterspielen in Milano Cortina überraschend Gold über 1500 Meter gewonnen, nachdem ihre japanische Konkurrentin Miho Takagi in der entscheidenden Phase einbrach.
Die Niederländerin nutzte ihre Chance, als Takagi als letzte Starterin auf die Strecke ging und unter dem Druck der Goldmedaillen-Erwartung nicht ihre beste Leistung abrufen konnte. De Jong, die zuvor eine starke Zeit vorgelegt hatte, musste nur noch abwarten, während die Japanerin in den Schlussrunden sichtbar an Tempo verlor.
Der Triumph ist umso bemerkenswerter, als De Jong nicht als Top-Favoritin in das Rennen gegangen war. Die 33-jährige Eisschnellläuferin zeigte jedoch eine taktisch kluge und technisch saubere Leistung, die am Ende mit olympischem Edelmetall belohnt wurde. Für die Niederlande ist es ein weiterer Erfolg in einer Sportart, in der das Land traditionell zu den führenden Nationen gehört.
Takagi scheitert als Schlussläuferin
Miho Takagi erlebte einen bitteren Moment in ihrer Karriere. Die erfahrene japanische Athletin, die als eine der Medaillenkandidatinnen galt, konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Als letzte Läuferin zu starten bedeutet zwar, die Zielzeit der Konkurrenz zu kennen, bringt aber auch enormen psychologischen Druck mit sich – ein Druck, dem Takagi an diesem Tag nicht standhalten konnte.
Das Phänomen der “Malédiction de la dernière paire” – der Fluch des letzten Paares – scheint sich bei diesen Spielen fortzusetzen. Immer wieder haben Athleten, die in der letzten Startgruppe antreten mussten, unter der Last der Erwartungen gelitten und ihre Leistung nicht abrufen können.
Niederländischer Eisschnelllauf-Erfolg setzt sich fort
Mit De Jongs Sieg unterstreichen die Niederlande erneut ihre Dominanz im Eisschnelllauf. Die Nation hat über Jahrzehnte hinweg eine beeindruckende Tradition in diesem Sport aufgebaut und verfügt über eine hervorragende Infrastruktur sowie ein ausgeklügeltes Nachwuchssystem. De Jongs Gold ist ein weiterer Beweis für die Tiefe und Qualität des niederländischen Eisschnelllauf-Kaders.
Für De Jong persönlich markiert der Olympiasieg einen Karrierehöhepunkt. Nach Jahren harter Arbeit und zahlreichen internationalen Wettkämpfen krönt sie ihre Laufbahn nun mit der begehrtesten Medaille im Wintersport.
❄️ #MilanoCortina2026 | La malédiction de la dernière paire continue
❌ La Japonaise Takagi Miho craque complètement… et c'est la Néerlandaise Antoinette De Jong qui est sacrée sur le 1500m !
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— francetvsport (@francetvsport) February 20, 2026