Isabelle Weidemann bereitet sich mental auf Milano Cortina 2026 vor und will ihre Kindheitserinnerungen nutzen.
Die kanadische Eisschnellläuferin Isabelle Weidemann arbeitet intensiv an ihrer mentalen Vorbereitung für die Eisschnelllauf-Wettkämpfe bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Milano Cortina. In ihrem Zuhause in Calgary, das sie liebevoll als “mit Fotos übersät” beschreibt, reflektiert die Olympiasiegerin über ihre Karriere und die bevorstehenden Herausforderungen.
“Ich möchte selbstbewusst und kraftvoll sein und all die Arbeit zeigen, die ich geleistet habe”, erklärt Weidemann ihre Ziele für die kommenden Spiele. Dabei denkt sie oft an ihr jüngeres Ich zurück – “die kleine Izzy”, die mit elf Jahren ihre ersten Schritte auf dem Eis machte.
Familie als Stütze im Training
Ein wichtiger Baustein in Weidemanns Vorbereitung ist ihre Familie. Ihre Geschwister Jake und Lily leben beide in Calgary und spielen eine zentrale Rolle in ihrem Trainingsprozess. “Mein Bruder Jake und meine Schwester Lily haben eine große Rolle in meinem Leben und in der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele gespielt. Sie leben beide hier in Calgary und ich trainiere jeden Tag mit meinem Bruder”, erzählt die Athletin.
Auch ihr Hund ist ein treuer Begleiter geworden. “Wir laufen viel zusammen. Manchmal fährt sie mit mir Mountainbike. Sie war ein großer Teil meines Lebens und ich vermisse sie sehr, wenn wir unterwegs sind.”
Mut als olympisches Motto
Besonders bedeutsam für Weidemann ist das Wort “Courage” (Mut), das auf der kanadischen Teamflagge steht. “Wir haben fünf Wörter auf die Flagge geschrieben. Eines davon ist Mut. Ich mag es wirklich, daran erinnert zu werden”, sagt sie. Diese mentale Stärke will sie an der Startlinie abrufen: “Wenn ich an die Linie gehe, möchte ich mutig sein und mir eine Chance geben.”
Die Erfahrungen ihrer ersten Olympischen Spiele motivieren sie zusätzlich. “Ich hatte das Gefühl, dass ich die Spiele beim letzten Mal nicht wirklich erleben konnte. Es ging so schnell vorbei. Ich möchte von ihnen wegkommen und sagen können: ‘Wow, ich war wirklich da und habe konkurriert.’”
Perspektive für Milano Cortina 2026
Weidemann, die bereits Olympiasiegerin ist, bringt eine gereifte Perspektive mit in die Vorbereitung. “Es gibt so viele größere, aufregendere Dinge, die kommen”, würde sie ihrem jüngeren Selbst bei einem ihrer ersten Weltcups sagen. Diese Einstellung hilft ihr, mit Rückschlägen umzugehen: “Oft brauchte ich die Perspektive, dass es ein anderes Rennen gibt. Man kann es wieder versuchen.”
Mit dieser Kombination aus mentaler Stärke, familiärer Unterstützung und der Erinnerung an die “kleine Izzy” will Weidemann in Milano Cortina 2026 ihre beste Leistung abrufen und dabei die olympische Erfahrung vollständig auskosten.
Thinking of bravery and little Izzy
Canadian speed skater Isabelle Weidemann is looking to channel confidence and courage when she hits the start line at Milano Cortina 2026
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— CBC Olympics (@CBCOlympics) February 7, 2026