Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina kam es zu einer der größten Überraschungen im Eiskunstlauf der vergangenen Jahre: Der amtierende Olympiasieger und „Quad God" verlor erstmals seit zweieinhalb Jahren einen Wettkampf.
Der favorisierte Titelverteidiger stürzte beim Vierfach-Lutz und patzte bei einem geplanten Vierfachsprung, bei dem er nur einen Doppel-Salchow landete. Die unerwarteten Fehler kosteten ihn nicht nur wertvolle Punkte, sondern auch die als sicher geglaubte Goldmedaille im Eiskunstlauf der Herren.
Die Szenen auf dem Eis sorgten bei Kommentatoren und Zuschauern für Fassungslosigkeit. „Was passiert hier gerade?", fragte sich der BBC-Kommentator ungläubig während der Kür. Solche Fehler hatte man vom „Quad God" – einem Spitznamen, den er sich durch seine technische Überlegenheit bei Vierfachsprüngen verdient hatte – seit Jahren nicht mehr gesehen.
Erstmalige Niederlage seit zweieinhalb Jahren
Die Niederlage beendet eine beeindruckende Siegesserie des Olympiasiegers, der seit über zwei Jahren in internationalen Wettkämpfen ungeschlagen war. Seine technische Dominanz, insbesondere bei den schwierigsten Vierfachsprüngen, hatte ihn zum klaren Favoriten auf die Titelverteidigung gemacht. Doch in Mailand-Cortina zeigte sich einmal mehr, dass im Spitzensport nichts selbstverständlich ist.
Die Stürze und Patzer kamen völlig unerwartet. Der Athlet, der für seine außergewöhnliche Konstanz und technische Perfektion bekannt ist, schien an diesem Tag nicht in seiner gewohnten Form zu sein. Ob Druck, gesundheitliche Probleme oder einfach ein schlechter Tag die Ursache waren, blieb zunächst unklar.
Sensation bei Olympia in Mailand-Cortina
Für die Konkurrenz bot sich durch die Fehler des Favoriten eine unerwartete Chance auf olympisches Edelmetall. Die Überraschung war perfekt, als feststand, dass der „Quad God" zum ersten Mal seit Jahren nicht auf dem obersten Treppchen stehen würde. Eine Goldmedaille, die ihm sicher schien, ging an einen anderen Läufer.
Das Eiskunstlauf-Event in Mailand-Cortina wird als eines der denkwürdigsten in die olympische Geschichte eingehen – nicht wegen einer perfekten Kür, sondern wegen eines spektakulären Sturzes vom Thron. Der Sport zeigte einmal mehr seine Unberechenbarkeit, selbst bei den vermeintlich unschlagbaren Champions.