Braisaz-Bouchet fehlt: Frankreich setzt auf Bened in Staffel

Frankreichs Biathlon-Trainer haben eine überraschende Entscheidung für die Staffel der Frauen getroffen: Justine Braisaz-Bouchet wird nicht dabei sein.

Bei den Olympischen Winterspielen in Anterselva kommt es am Mittwoch zu einer bemerkenswerten Personalentscheidung im französischen Biathlon-Team. Justine Braisaz-Bouchet, eine der erfahrensten Athletinnen der Equipe Tricolore, wird nicht in der 4×6-Kilometer-Staffel der Frauen an den Start gehen. Stattdessen setzt Cheftrainer Patrick Favre auf Camille Bened, die im Einzelrennen dieser Olympischen Spiele einen starken sechsten Platz belegt hatte.

Die Entscheidung ist insofern bemerkenswert, als Braisaz-Bouchet zu den erfahrensten Staffelläuferinnen Frankreichs zählt und in der Vergangenheit wichtige Medaillen für ihr Team geholt hat. Doch die Form der 32-jährigen Savoyardin bei diesen Spielen scheint die Verantwortlichen zu dieser Rochade bewogen zu haben. Mit Bened rückt eine Athletin nach, die in Südtirol bislang ihre beste olympische Leistung gezeigt hat.

Starkes französisches Quartett mit Simon und Jeanmonnot

Neben Bened werden Lou Jeanmonnot, Julia Simon und Océane Michelon für Frankreich in der Staffel antreten. Julia Simon gilt als eine der stärksten Biathlon-Läuferinnen der Welt und wird als Schlussläuferin eine Schlüsselrolle einnehmen. Lou Jeanmonnot hat in dieser Saison mehrfach ihre Klasse unter Beweis gestellt und zählt ebenfalls zu den Medaillenhoffnungen.

Océane Michelon komplettiert das Quartett und bringt zusätzliche Stabilität ins Team. Die Französinnen gehören traditionell zu den stärksten Staffel-Nationen im Biathlon und werden auch in Anterselva zu den Favoritinnen auf Edelmetall zählen. Die Konkurrenz aus Norwegen, Schweden und Deutschland wird jedoch alles daransetzen, den Französinnen den Weg aufs Podest zu versperren.

Bened belohnt sich für starken Einzelwettkampf

Für Camille Bened ist die Nominierung die Belohnung für ihren überzeugenden Auftritt im 15-Kilometer-Einzelrennen. Mit Platz sechs zeigte sie in Anterselva ihre bislang beste olympische Leistung und empfahl sich damit für das Staffelrennen. Die 28-Jährige wird nun die Chance bekommen, ihre Form auch im Teamwettbewerb unter Beweis zu stellen.

Die französischen Trainerinnen und Trainer setzen damit auf das Momentum und die aktuelle Form ihrer Athletinnen. In einem so eng umkämpften Wettbewerb wie der olympischen Staffel kann eine solche Entscheidung den Unterschied zwischen Medaille und einem Platz knapp neben dem Podium ausmachen. Am Mittwoch wird sich zeigen, ob die Rechnung der Equipe de France aufgeht.