Die französische Biathlon-Olympiasiegerin Julia Simon verzichtet auf einen Start im Verfolgungsrennen bei den Olympischen Winterspielen in Milano Cortina 2026.
Nach ihrem enttäuschenden 34. Platz im Sprint hat sich die 28-Jährige entschieden, das Verfolgungsrennen auszulassen. Laut dem französischen Fernsehsender France TV Sport fühlt sich die Goldmedaillengewinnerin im Einzel nicht wohl und möchte sich für die kommenden wichtigen Wettkämpfe schonen.
Simons Verzicht auf die Verfolgung ist eine strategische Entscheidung mit Blick auf die noch ausstehenden Teamwettkämpfe. Die Französin konzentriert sich nun auf die Staffel und das abschließende Massenstart-Rennen, wo sie in besserer Verfassung antreten möchte. Der Sprint hatte bereits gezeigt, dass die Athletin nicht in ihrer gewohnten Form ist.
Michelon und Jeanmonnot vertreten Frankreich
Für Frankreich gehen im Verfolgungsrennen der Frauen nun Océane Michelon und Lou Jeanmonnot an den Start. Die beiden Biathletinnen müssen die französischen Medaillenhoffnungen ohne ihre erfahrene Teamkollegin vertreten. Michelon und Jeanmonnot hatten sich durch ihre Sprint-Platzierungen für die Verfolgung qualifiziert.
Fokus auf Staffel und Massenstart
Julia Simon, die bei den Olympischen Spielen in Peking 2022 Gold im Einzel gewann, setzt ihre Prioritäten klar auf die Teamwettkämpfe. Die Biathlon-Staffel gehört traditionell zu den Stärken des französischen Teams, und im Massenstart hat Simon in der Vergangenheit bereits mehrfach ihre Klasse unter Beweis gestellt. Mit ihrer Entscheidung, sich zu schonen, hofft die Französin, rechtzeitig zu alter Stärke zurückzufinden und dem Team in den entscheidenden Rennen helfen zu können.
❄️ #MilanoCortina2026 | ❌ Julia Simon fait l'impasse sur la poursuite !
34e du sprint, la championne olympique de l'individuel ne se sent pas bien et préfère se préserver pour le relais et la mass-start. Océane Michelon et Lou Jeanmonnot sont les deux Françaises engagées. pic.twitter.com/tJ50V4cR0G
— francetvsport (@francetvsport) February 15, 2026