Lucas Defayet hat bei den Olympischen Winterspielen in Milano Cortina sein Ziel erreicht: Der französische Skeleton-Pilot beendete den Wettbewerb auf Platz 19.
Der 28-jährige Franzose lieferte im entscheidenden vierten Lauf eine starke Leistung ab und sicherte sich damit die angestrebte Top-20-Platzierung. Nach drei Läufen hatte Defayet noch knapp außerhalb der besten 20 gelegen, konnte sich aber mit einer überzeugenden Schlussfahrt noch verbessern.
Für den französischen Skeleton-Sport ist das Ergebnis ein Achtungserfolg. Die Disziplin wird in Frankreich traditionell von anderen Wintersportnationen dominiert, weshalb jede Top-20-Platzierung bei Skeleton-Großereignissen als Erfolg gewertet wird. Defayet hatte sich im Vorfeld der Spiele realistisch eingeschätzt und eine Platzierung unter den besten 20 als Ziel ausgegeben.
Starker Schlusslauf bringt die Wende
Die Entscheidung fiel im vierten und letzten Durchgang auf der anspruchsvollen Bahn von Cortina d’Ampezzo. Während einige Konkurrenten im Finale Fehler machten oder nicht mehr die nötige Geschwindigkeit aufbringen konnten, zeigte Defayet eine saubere und schnelle Fahrt. Der Lauf war stark genug, um sich noch an mehreren Konkurrenten vorbeizuschieben.
Die Skeleton-Bahn in Cortina gilt als technisch sehr anspruchsvoll und fordert von den Athleten höchste Konzentration. Bereits kleine Fehler in der Linienwahl oder beim Anschub können über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Defayet bewies in seinem Schlusslauf die nötige Nervenstärke, um unter olympischem Druck eine fehlerfreie Fahrt abzuliefern.
Frankreichs Skeleton-Programm im Aufbau
Das französische Skeleton-Team arbeitet seit Jahren daran, international konkurrenzfähiger zu werden. Im Vergleich zu den dominierenden Nationen wie Deutschland, Großbritannien oder Südkorea verfügt Frankreich über deutlich weniger Ressourcen und Infrastruktur in dieser Sportart. Umso höher ist die Leistung von Defayet einzuschätzen, der sich gegen eine starke internationale Konkurrenz behaupten konnte.
Mit seiner 19. Position bei den Olympischen Spielen hat Lucas Defayet gezeigt, dass französische Skeleton-Piloten durchaus mit der Weltspitze mithalten können. Für die Zukunft des Sports in Frankreich ist das ein wichtiges Signal und könnte weitere Talente motivieren, sich dieser technisch anspruchsvollen Disziplin zu widmen.
❄️ #MilanoCortina2026 | Lucas Defayet, qui cherchait le top 20 en skeleton, réalise une superbe 4e manche et termine 19e !
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— francetvsport (@francetvsport) February 13, 2026