Pietro Sighel ist im Viertelfinale disqualifiziert worden – trotz eines vermeintlichen Sieges. Eine bittere Entscheidung nach Videobeweis kostet Italien eine mögliche Medaille.
Der italienische Skicrosser Pietro Sighel schien auf dem Weg ins Halbfinale, als er sein Viertelfinale zunächst gewann. Doch die Freude währte nur kurz: Nach einer Videoüberprüfung wurde Sighel wegen eines Kontakts mit dem polnischen Konkurrenten Niewinski in der ersten Runde zunächst mit einer Zeitstrafe belegt und schließlich komplett disqualifiziert.
Der Vorfall ereignete sich bereits zu Beginn des Rennens, als es zwischen Sighel und Niewinski zu einer Berührung kam. Die Rennleitung sah darin ein regelwidriges Verhalten des Italieners und verhängte nach Prüfung der Videoaufnahmen die Höchststrafe. Für Sighel und das italienische Team bedeutet dies das vorzeitige Aus im Wettbewerb – und das Ende aller Medaillenhoffnungen bei diesem Event.
Videobeweis bringt Wendung im Skicross
Wie die Aufnahmen zeigen, kam es in der ersten Kurve zu einem Kontakt zwischen den beiden Athleten. Die Jury entschied nach eingehender Prüfung, dass Sighel dabei gegen die Regeln verstoßen hatte. Solche Entscheidungen sind im Freestyle-Bereich, zu dem auch Skicross gehört, nicht ungewöhnlich – die Grenzen zwischen hartem, aber fairem Racing und regelwidrigem Verhalten sind oft schmal.
Neben dem Fall Sighel gab es offenbar auch eine weitere Videoüberprüfung in einem anderen Heat, bei der es um einen Vorfall zwischen einem französischen Fahrer und Crousberg ging. Die Videobeweise spielen im modernen Skicross eine entscheidende Rolle, um für Fairness zu sorgen – können aber auch zu kontroversen Entscheidungen führen.
Herber Rückschlag für italienisches Team
Für Pietro Sighel und Italien ist die Disqualifikation ein herber Rückschlag. Der Italiener hatte sich durch die Qualifikation gekämpft und sein Viertelfinale zunächst gewonnen – die Form stimmte also. Eine Medaille schien durchaus im Bereich des Möglichen. Nun muss das Team ohne Sighel auskommen und die Hoffnungen auf andere Athleten setzen.
Im Skicross kommt es regelmäßig zu engen Duellen und körperlichen Kontakten. Die Athleten fahren gleichzeitig auf einem anspruchsvollen Kurs mit Sprüngen, Wellen und engen Kurven. Dabei sind Berührungen kaum zu vermeiden – die Kunst liegt darin, die Grenze zum Foul nicht zu überschreiten. In diesem Fall sah die Jury diese Grenze als überschritten an.
SIGHEL SQUALIFICATO
Pietro aveva vinto il suo quarto di finale ma per un contatto al primo giro con il polacco Niewinski viene penalizzato e successivamente squalificato. Sfuma così una possibile medaglia pic.twitter.com/TkrVnQx4se
— Eurosport IT (@Eurosport_IT) February 12, 2026