Émilien Jacquelin verpasst beim olympischen Sprint in Antholz eine Medaille um nur zwei Zehntel – und schaut dennoch optimistisch auf die Verfolgung.
Der französische Biathlet Émilien Jacquelin hat beim olympischen Sprint in Antholz den vierten Platz belegt und dabei Bronze um lediglich 0,2 Sekunden verpasst. Trotz der knappen Niederlage zeigte sich der 29-Jährige im Interview mit France TV zufrieden mit seiner Leistung, insbesondere am Schießstand.
„Am Schießstand war ich wieder ich selbst”, erklärte Jacquelin nach dem Rennen. Nach einer Phase mit Unsicherheiten am Schießstand scheint der zweimalige Weltmeister seine Form zur richtigen Zeit wiedergefunden zu haben. Die fehlerfreie Schießleistung bildete die Grundlage für sein starkes Ergebnis bei den Winterspielen in Milano Cortina 2026.
Knappe Entscheidung um Bronze im Biathlon-Sprint
Die Entscheidung um die Medaillenränge fiel in Antholz äußerst knapp aus. Jacquelin, der in dieser Saison bereits mehrfach seine Klasse unter Beweis gestellt hat, musste sich am Ende mit dem undankbaren vierten Platz begnügen. „Natürlich bin ich sehr zufrieden mit diesem Rennen, aber klar, dass 0,2 Sekunden frustrierend sind”, gab der Franzose unumwunden zu.
Der minimale Rückstand auf das Podest zeigt die Leistungsdichte an der Weltspitze im Biathlon. In einem Sport, in dem Hundertstelsekunden über Sieg oder Niederlage entscheiden können, gehören solche Ergebnisse zur Realität. Für Jacquelin bedeutet das Resultat dennoch einen Erfolg: Nach seiner starken Vorstellung im Sprint geht er mit guten Chancen in die Verfolgung.
Verfolgungsrennen als nächste Medaillenchance
Mit Blick auf das anstehende Verfolgungsrennen gab sich Jacquelin kämpferisch. Der vierte Platz im Sprint bedeutet einen Rückstand von nur 0,2 Sekunden auf Bronze und versetzt ihn in eine ausgezeichnete Ausgangsposition für die Jagd nach Edelmetall. In der Verfolgung werden die Zeitabstände aus dem Sprint übernommen, sodass Jacquelin mit minimaler Verzögerung auf die Medaillenränge starten wird.
Die französische Biathlon-Mannschaft hat bei den Olympischen Spielen in Milano Cortina bereits mehrfach ihre Stärke demonstriert. Mit seiner wiedergewonnenen Sicherheit am Schießstand und seiner läuferischen Klasse gehört Jacquelin zu den Favoriten im Verfolgungsrennen. Die Zuschauer können sich auf einen spannenden Wettkampf freuen, bei dem der Franzose seine zweite Chance auf olympisches Edelmetall nutzen möchte.
❄️ #MilanoCortina2026 | ️ "Au tir j'ai été moi-même de nouveau (…) Donc très content de cette course mais bien sûr que 0'2 c'est frustrant", explique Émilien Jacquelin, 4e, qui nous donne rendez-vous pour la poursuite !
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— francetvsport (@francetvsport) February 13, 2026