Yarnold reagiert betroffen auf Heraskevych-Olympiasperre

Die zweifache Olympiasiegerin Lizzy Yarnold hat mit emotionalen Worten auf die Olympia-Sperre des ukrainischen Skeletonfahrers Vladyslav Heraskevych reagiert.

Die britische Skeleton-Legende Lizzy Yarnold, zweifache Olympiasiegerin und eine der erfolgreichsten Athletinnen ihrer Sportart, hat sich tief betroffen über die Sperre von Vladyslav Heraskevych für die Olympischen Winterspiele 2026 geäußert. Der ukrainische Skeletonfahrer wurde vom Internationalen Olympischen Komitee von den kommenden Winterspielen in Mailand-Cortina ausgeschlossen.

In einem Interview mit BBC Sport drückte Yarnold ihre Trauer über die Entscheidung aus: “Ich bin einfach mit einem echten Gefühl der Traurigkeit zurückgelassen worden.” Die 36-Jährige, die bei den Winterspielen 2014 in Sotschi und 2018 in Pyeongchang Gold gewann, zeigte großes Mitgefühl für den betroffenen Athleten.

Verlorene Jahre harter Arbeit

Yarnold betonte die enormen Opfer, die Spitzensportler bringen müssen, um sich für Olympische Spiele zu qualifizieren. “Man kann sich nicht vorstellen, wie viel man in seine Vorbereitung, seine Anstrengungen investiert, nur um Minuten vor dem Start zu erfahren, dass man nicht teilnehmen darf”, erklärte die ehemalige Weltklasse-Athletin. Sie beschrieb Skeleton als “sehr ernste Sportart” und verwies auf das enorme Potenzial, das Heraskevych gezeigt habe.

Die Britin machte deutlich, wie schwerwiegend der Ausschluss für einen Athleten ist: “Er wird die Olympischen Spiele verpassen. Man kann nicht Teil davon sein, um die anderen Teammitglieder zu unterstützen.” Diese Isolation von der olympischen Gemeinschaft wiegt für viele Sportler besonders schwer.

Solidarität innerhalb der Wintersport-Familie

Besonders bewegend war Yarnolds Betonung der engen Verbundenheit innerhalb der Wintersport-Community. “Wir sind Teil der Gemeinschaft, und wir sind Teil der anderen Athleten. Ich bin eine Athletin. Ich bin einer von ihnen. Sie sind auch ein Teil von mir”, sagte sie und unterstrich damit das starke Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Wintersportlern, unabhängig von Nationalität oder Disziplin.

Die zweifache Olympiasiegerin schloss ihre Stellungnahme mit den Worten: “Deshalb denke ich, dass ich mit einem wirklichen Gefühl der Traurigkeit und echter Sorge zurückbleibe.” Ihre Reaktion zeigt, wie sehr die Sperre des ukrainischen Athleten die gesamte Wintersport-Szene bewegt und welche emotionalen Auswirkungen solche Entscheidungen auf die sportliche Gemeinschaft haben.

Die Olympischen Winterspiele 2026 finden vom 6. bis 22. Februar in Mailand und Cortina d’Ampezzo statt. Für Heraskevych bedeutet die Sperre das Aus für einen Traum, an dem er jahrelang gearbeitet hat.