Die italienische Männer-Curling-Nationalmannschaft ist mit einem Paukenschlag in das olympische Turnier von Milano Cortina 2026 gestartet.
Das Team um Skip Joel Retornaz bezwang den amtierenden Olympiasieger Schweden mit 7:6 in einem packenden Auftaktspiel. Amos Mosaner, Mattia Giovanella und Sebastiano Arman komplettierten die italienische Mannschaft, die vor heimischem Publikum einen beeindruckenden Sieg feierte.
Der knappe Erfolg gegen die schwedischen Titelverteidiger markiert einen wichtigen psychologischen Vorteil für die Gastgeber zu Beginn des olympischen Turniers. Schweden hatte bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking die Goldmedaille im Männer-Curling gewonnen und galt als eines der Topteams in Cortina.
Italienisches Quartett überzeugt unter Druck
Das italienische Quartett zeigte sich in den entscheidenden Momenten nervenstark. Bei einem derart engen Spielverlauf kommt es auf jeden Stein an, und die Azzurri bewiesen die nötige Präzision und taktische Reife, um den favorisierten Schweden Paroli zu bieten. Joel Retornaz, der als Skip die entscheidenden Würfe ausführt, behielt in den kritischen Ends die Nerven.
Amos Mosaner, der bereits bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking gemeinsam mit Stefania Constantini die Goldmedaille im Mixed-Doppel gewonnen hatte, brachte seine olympische Erfahrung ins Team ein. Die Kombination aus Routine und dem Elan der jüngeren Teamkollegen erwies sich als erfolgreiches Rezept gegen die erfahrenen Schweden.
Heimvorteil als Trumpf für Italien
Die Unterstützung des heimischen Publikums in Cortina dürfte ein zusätzlicher Faktor für den italienischen Erfolg gewesen sein. Die Atmosphäre bei Olympischen Spielen im eigenen Land ist immer etwas Besonderes, und die italienischen Curler nutzten diese Energie optimal.
Mit diesem Auftaktsieg haben sich die Italiener in eine gute Ausgangsposition für das weitere Turnier gebracht. Der Sieg über den Olympiasieger sendet ein klares Signal an die Konkurrenz: Italien ist bei den Heimspielen in Milano Cortina ein ernstzunehmender Medaillenkandidat im Männer-Curling.
Starkes Zeichen für italienischen Curling-Sport
Der Erfolg gegen Schweden ist auch ein wichtiger Moment für die Entwicklung des Curling-Sports in Italien. Während das Land traditionell eher für alpine Wintersportarten bekannt ist, haben die italienischen Curler in den vergangenen Jahren kontinuierlich an Stärke gewonnen. Der Mixed-Doppel-Triumph von Mosaner und Constantini in Peking war ein erster Höhepunkt, nun folgt das Männerteam mit einem Statement-Sieg bei den Heimspielen.
Das Team wird in den kommenden Tagen weitere Spiele in der Round-Robin-Phase bestreiten müssen, um sich für die Finalrunde zu qualifizieren. Doch der Auftakt könnte kaum besser sein – und die Euphorie im italienischen Lager ist nach diesem Erfolg gegen die schwedischen Titelverteidiger entsprechend groß.
COL BRIVIDOOOOOOOOO ✨
Grande inizio per la Nazionale maschile di curling a #MilanoCortina2026!
Joel Retornaz, Amos Mosaner, Mattia Giovanella e Sebastiano Arman si sono imposti 7-6…
Contro la Svezia campione olimpica in carica!E andiamo cosìììììììììììììììììììììì … pic.twitter.com/pCRvKwi5AR
— ItaliaTeam (@ItaliaTeam_it) February 11, 2026