Wednesday, March 25, 2026
Rodeln: Italien holt Bronze im Team-Relay bei der WM in Cortina
Foto: @Eurosport_IT / X

Rodeln: Italien holt Bronze im Team-Relay bei der WM in Cortina

Das italienische Rodel-Team hat bei der Weltmeisterschaft in Cortina d'Ampezzo die Bronzemedaille im Team-Relay gewonnen.

Das italienische Rodel-Team hat bei der Weltmeisterschaft in Cortina d'Ampezzo die Bronzemedaille im Team-Relay gewonnen. Hinter den dominanten Mannschaften aus Deutschland und Österreich sicherte sich das Quartett aus Verena Hofer, Emanuel Rieder/Simon Kainzwaldner, Dominik Fischnaller sowie Andrea Voetter/Marion Oberhofer Platz drei.

Der Teamwettbewerb im Rodeln ist eine der spektakulärsten Disziplinen des Sports. Vier Starter pro Nation – eine Einzelstarterin, ein Doppelsitzer und ein weiterer Einzelstarter sowie ein Doppel der Damen – gehen nacheinander an den Start. Die Zeiten werden addiert, und am Ende entscheidet die Gesamtzeit über die Platzierung.

Verena Hofer eröffnete den italienischen Lauf mit einer soliden Fahrt. Die Südtirolerin meisterte die technisch anspruchsvolle Strecke in Cortina ohne größere Fehler und legte damit eine gute Basis für ihre Teamkollegen. Besonders in der berüchtigten Tofana-Kurve zeigte sie eine saubere Linie und hielt das Team im grünen Bereich.

Olympiasieger im Doppelsitzer bauen Vorsprung aus

Emanuel Rieder und Simon Kainzwaldner, die erst am Vortag Gold im Doppelsitzer gewonnen hatten, übernahmen als zweites Glied der italienischen Staffel. Die beiden Südtiroler fuhren eine kontrollierte Fahrt und bauten den Vorsprung auf über 160 Millisekunden aus. Ihre Erfahrung und Klasse waren deutlich zu sehen, auch wenn sie nicht ihre absolute Bestzeit erreichten.

Dominik Fischnaller hatte als dritter Starter die Aufgabe, die Position zu halten. Der Südtiroler zeigte eine solide Leistung, auch wenn zwischenzeitlich etwas Zeit verloren ging. Mit seiner Fahrt hielt er Italien jedoch weiterhin im Medaillenrennen.

Spannendes Finale im Eiskanal von Cortina

Das Schlussduo Andrea Voetter und Marion Oberhofer stand vor der Herausforderung, einen Rückstand von rund 200 Millisekunden zu managen. Die beiden erfahrenen Rodlerinnen lieferten eine starke Fahrt ab und verkürzten den Abstand zur Konkurrenz. Besonders die Ausfahrt aus der Lacedelli-Kurve gelang ihnen ausgezeichnet.

Am Ende reichte es für Bronze hinter Deutschland und Österreich, die im Rennrodeln traditionell zu den stärksten Nationen gehören. Für das italienische Team war es bereits die zweite Medaille bei der Heim-WM in Cortina d'Ampezzo – ein Erfolg, der das starke Abschneiden der Azzurri bei diesem Großereignis unterstreicht.

Heimvorteil auf der Olympia-Bahn

Die Kunsteisbahn in Cortina d'Ampezzo, auf der 2026 auch die olympischen Rodelwettbewerbe ausgetragen werden, ist für die italienischen Athleten ein vertrautes Terrain. Dieser Heimvorteil zahlte sich im Team-Relay aus, auch wenn Deutschland und Österreich letztlich ihre Klasse ausspielen konnten. Mit der Bronzemedaille setzte Italien dennoch ein starkes Zeichen für die kommenden Olympischen Spiele.

Mehr zum Thema

Immer auf dem Laufenden

Erhalten Sie die wichtigsten Wintersport-Geschichten jeden Morgen in Ihr Postfach.

Entdecken